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aber genauer betrachtet, und die graue oder rostgelbe Farbe als Grlindfarbe annimmt, soist er überall mit schwarze» Flecken, Punkten und auf den Flügeldecken mit dergleichen un-ordentlichen Binden bezeichnet. Nimmt man aber die schwarze als Grundfarbe an, soverbreiten sich die aus rostgelben Fllzhäärchen bestehenden, unordentlich zerstreuten Fleckenund Punkte über den Haloschild und die Flügeldecken. _ Die Augen sind erhoben, und diekleinen Fühlhörner sind so wie die Füße gelblichgrau. — Die oben bereits angezeigte Lar-ve ist von Ström in den Koppenhagener Actis beschrieben.
Eine Varietät, die gewöhnlich kleiner ist, hat drey unordentliche mattschwarzeBinden, davon die obere und untere nicht begränzt, die mittlere aber auswärts zu be-gränzt und mehr geschwärzt ist. Fa briei u s hält sie für eine eigene Art und nennt sieden aufspürenden Zangenbock, Rhagium indagator, den D e g e er 5. tab. 4. f. 7. ab-bilden lassen. Er ist nämlich aschgrau mit gedorntem Halsschilde; die Flügeldecken habendrey erhöhte Linien, schwarze Bestäubung und zwey dergleichen Binden. Die Fühlhörnersind schwarz, in der Mitte pechfarben. Der Halsschild ist von aschgrauem Filz: die Füßesind schwarz.
Aufenthalt.
Gewöhnlich im May und Junius in Nadelhölzern und auf andern Bäumen, zu-weilen auch schon im April. Denn da er vor dem Winter schon aus der Puppenhülsekriecht, und in diesem Zustande in den Höhlungen der Bäume, die er als Larve bewohnt,überwintert, so hängt es von der Witterung ab, ob er früher oder später hervorkommenkann. Im Herbst findet man ihm noch ganz weich in hohlen Pappeln und Birken. Fü e ß-ly Archiv V. S-92.
Fortpflanzung und Schaden.
Dies Jnsect schadet einzeln einem Baume mehr, als der Borkenkäfer , da es imLarvenstande rings um sich her alles wegnagt, in der Rinde ei» höheres Alter erreicht, undzu seiner Verwandlung einer tiefern Aushöhlung bedarf. Der im Herbst erscheinende Kä-fer nährt sich, wie die Larve vom Safce der Fichte. Das Weibchen bohrt unten in demBaume mehrere Locher, um in jedes derselben mehrere weißliche Eyer in einem Haufen bey-sammen zu legen. Kaum sind die Larven ausgeschlüpft, so bohren sie sich Gänge in derBorke ringS um den Stamm herum, mehr nach dem Wurzel- als dem Gipfelende hin,und füllen sie wieder mir den zerfressenen Theilen auS, wodurch sie Rinde, Bast und Holz,in das sie in Ermangelung -besserer Nahrung, oft einen bis zwey Zoll tief'eindringen,verderben. Sind sie nun zur Verwandlung reif, so höhlen sie in der Rinde eine ovaleGrube um sich herum aus, füllen solche mit abgenagten Bast- und Hokzfaßern, um dar-chnen in senkrechter Stellung, den Kopf in die Höhe, ihre Verwandlung zu erwarten,welche nach beyläufig drey Monaten erfolgt. Wenn das Wetter günstig ist, legt der her-vorgekommcne weibliche Käfer noch im Herbst seine Brüt ab. Thut er eö vor dem Winternicht: so überlebt er denselben, und begattet sich gleich im Frühjahr, um sich fortzupflanzen.
16. Der