Die Blasenkafer. ß39
Ihr Schaden, das Beflecken der Blätter, wird von ihrem Nutzen, der sehr be-kannt und medicinisch ist, überwogen.
Die Larve lebt in und an der Erde, vermuthlich wegen ihrer schwachen Kinnla-den, von weichem Gewürme, und ist also ein Raubinsekt, und hat als ein solches die Be-hendigkeit im Laufen mit andern räuberischen Larven, z. B. der Wasserkäfcr, Raubkäferii. s. w. gemein. Ihr Gebiß ist zum Blatterfressen zu schwach. Wenn sich dieses bestäti-ge» sollte: so muß sie zu den schonenswerthen gezählt werden.
Anmerkung.
Hier würde der Marcus- Blasenkä fer zu stehen kommen, Meloe Marci,Lin., wenn er nicht schon bey der dreyzehnten Gattung, den Warzcnkäfern und ihrenVerwandten, den Werstkäfern, schicklicher geordnet, und beschrieben worden wäre.
Achtzehnte Gattung.
Die Zangenkäfer. Forficulae, Lin.
Sie heißen auch Ohrwürmer, Ohrenkäfer, Oehrlinge und Ohrellen.
Gattungskennzcichen nach Linne.
Sie haben borstenartige Fühlhörner, halblange Flügeldecken, die nicht denganzen Rücken, aber doch die zusammengefalteten Flügel bedecken. Der Schwanz istmit einer Zange oder scheerenförmigcm Fortsatz versehen.
Die Larven haben schon Aehnlichkeit mit dem Käfer, und erhalten erst in derdritten Häutung die Flügel. Weshalb sie sonst wohl und dadlirch mit Recht zu den In-festen mit halben Decken, Hemiptera Lin., gerechnet werden konnten. Sie laufenschnell.
Gattungskennzcichen nach Fabricius.
Der zu der zweyten Ordnung, Ulonata F., gehörige Zangenkäfer 11g. Forficula,hat fadenförmige Freßspitzen, eine dreyspaltige Lippe und borstenförmige Fühlhörner. Dieäußern Gattungskennzeichen nach Fabricius sind: Der Zangenkäfer hat einen länglichen,niedergedrückten, glatten, ungerandeten Körper; einen großen, ausgestreckten, etwasrunden Kopf; kuglige, an den Rändern stehende und hervorragende Augen; von einan-der stehende und vor den Augen eingefügte Fühlhörner; einen etwas gerundeten, nieder-
gedrück-