Dritter Abschnitt. Zweyte Ordnung.
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Zweyte Ord rui ir g.
Insekter, mit halben oder solchen undurchsichtiKN Flügeldecken, die theilsaus einem harten, theils aus einem weichen Theil bestehen. Halbflügler.Hemipiera, Lin. Leberflügler.
Kennzeichen ber Ordnung.
Der Rüssel ist gegen die Brust untergebogen. Die Vorder- oder Obcrflügelheißen nicht deswegen halbe Flügeldecken, weil sie den halben Flügel Lecken, sondernweil sie theils aus einem kcdcrigen, theils auS einem häutigen Theil bestehen, und bey ei-nigen den halben, bey den meisten den ganzen Körper bedecken, und bogenförmig nebeneinander Hinschießen. Die Unterflügel sind häutig. Nicht nur die Decken sind nicht sohart, als diejenigen der ersten Ordnung, sondern sie haben auch keinen harten Hals-schild, keine deutliche Kinnladen, einige Gattungen ausgenommen, sondern langegegen die Brust untergebogenc Rüstel. Einige Gattungen uncer ihnen haben gar keine,und die übrigen nur blasige Fühl spitzen. In den meisten Stücken gleichen sie den Kä-fern; allein sie weichen auch wieder ab, z. B. darin, daß sie keiner so merklichen Ver-wandlung unterworfen sind, als die Käfer, sondern meistentheils nach ihrer Hervor-kunst aus dem Ey ihre eigentliche Gestalt schon haben. Als sechsfüßige Larven sind sieungefiügelt, und häuten sich einigemal. Wenn die letzte Häutung vorüber ist, so sindsie im Puppen stand, mit kleinen Ansätzen von Flügeln versehen. Sie sind aber in die-sem Stand nicht in Ruhe und ohne Bewegung, sondern setzen ihre Lebensart fort, wie imLarvenstand. Endlich zersprengen sie ihre Puppenhülse, und treten geflügelt in den voll-kommenen Stand. Ucberhaupt könnte man sie, wie in der Einleitung bemerkt worden,uncigenrliche Larven und Puppen nennen.
Weil der große Naturforscher Lin ne in diese Ordnung diejenigen vierflügligen In-sekten, die ihm in die übrigen Ordnungen nicht zu pastcn schienen, aufnahm, so wurdeneinige solcher Gattungen ungleichartig. Vielleicht hätte er dieser klnvollkommenheit nochselbst abgeholfen. Seine Nachfolger nahmen daher mit dieser Ordnung Veränderungenvor.
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