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Dritter Abschnitt. Zweyte Ordnung.
den andern ähnlich, verpuppen sich und erscheinen im April als kleine zweyflüglige Fliegen,mit zwey langen Schwanzborstcn. Ihr Flug ist hüpfend. Sie befruchte» die Weibchendurch einen Spalt, den diese hinten am Schwänzende haben. Wenn es Zeit ist, da? dieWeibchen die Eyer legen: so kollern sie ihnen unter dem Bauche hin; die Bauchhautschließt sich um sie herum und verwahrt sie; die Mutter aber stirbt unbeweglich über denEyern. Das trage Weibchen hat zwey schwarze Augen, einen Schild wie eine Muschel,und so kurze Fühlhörner, auch sechs so kleine Füße, daß man sie selten, auch unter demMicrofeop erblicht. Es soll auf tausend Eyer bey sich haben. Wenn die Jungen ausge-krochcn sind, kommen sie aus dem mütterlichen Grabe hervor.
Diese Insekten sind eine wahre Pest der Gewächshäuser. Das Weibchen ist einRiese gegen das Männchen, welches auf seinem Körper, wie auf einer Insel herumspa-ziert. Man sehe Sulzers Kennzeichen r. 12. 6^. o. Aus Versehen harte Gocze inLein Anhang zu DonnertslJnsekcologie S. Z27 sie zu den sebcndiggcbährendcu gerechnet.Er nimmt diese Meinung zurück in seinen Enromol. Beyträgen II. 331, unten in der Note.
So schädlich auch einige Arten den Gewächshäusern sind, so sind doch wieder vierandere, ausländische Arten, die Gummilak-Schildlaus, Coccus Ficus, in Ostindien,die Kermesbeer-Schildlaus, Coccus Ilicis , die Polnische Körner-Schildlaus, Coccuspolouicus, und die Cochenille, Locans Lacti, als gute Farbematerialien sehr nutzbar.
Ihre Gattungskennzeichen nach Fabricius sind folgende: Die Schild-laus, 221. Locc.us hat einen Mund mit Vrustborsien und mit einer Scheide an derBrust; die Fühlhörner sind fadenförmig.
Seine äußern Gattungskennzeichen sind: Der Körper des Männchens ist ob-long, ungerandet, behende; der Kopf eyrund, herausstehend; die Augen sind klein,rund und hervorstehend; die Fühlhörner sind fadenförmig, von einander stehend, zwischendie Augen eingefügt; der Halsschild ist eyförmig, flach, glatt; der Hinterleib eyförmig;der After hat einen Stiel lind zwey lange Borsten; die zwey Flügel sind dachförmig gebo-gen , länger als der Hinterleib und häutig; die Füße sind kurz, zum Gehen eingerichtet,und mehrentheils grünlich. Der Körper des Weibchens ist kugelig, träge, zuletzt garunbeweglich, unbefiügelt und glatt, an den Rinden der Gewächse festhängend.
Sie sind minder schädlich.
I. Die Eichen - Schildlaus. Coccus Quercus, Lin.
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Coccnr Quercus, Lin. 740. 5. Müller 530. 5.
— — — Fab. Ent. IV. 225. n. 5.
— — — W a lthers Forstwissenschaft. S. 314.
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