Band 
Zweyter Theil.
Seite
308
JPEG-Download
 

zog Die Falter. Erste Horde. Vierte Familie.

Weniger schädliche.

5. Der Bachweidenfalter. Papilio Iris, Lin.

Namen, Schriften und Nachweifung dcr Abbildung.

Großer Schillervogel, Ehangeanr; mr>-brauchlich Eichmschmetterling.

Payilio Iris I.in. 77z. 161. Müller 607. n. IÜI.

— — Wiener 23 t. 171. I.

— — Fab. Ent. 111 . 1. 110. 3'(j.

— — Junonia, Borkhaus. I. 7- litera a.

— — Systemat. Bcsch. 133. 69.

— — Glediksch I. 509.

— — vulgaris, Esper 1 .1. n. f. I. Männchen, tab. 71. f. 4. Weibchen.

9 t6fei III. t. 42. f. 2. (aber nicht sig. 1.)

R ö s. IV. t. 31. k. 6 . Raupe.

Kl e cm an ns Beyträge zur Natur- und Znsectengcschichtc. tab. y. k. z. Puppe.

Kennzeichen der Art. Männlicher Falter. Die 4 Flügel sind einwenig gezähnt, oben schwarz mit dunkelblauer Schillerung, auf beyden Seiten mit einerunterbrochenen weißen Binde versehen. Auf der Unterseite, die im Ganzen genommenrostbraun oder roth ist, und sich nur an den Rändern und an der Wurzel grau färbt, füh-ren die Vorderflügel ohnweit des Innenwinkels einen größern, und die Hinterflügelebenfalls am Innenwinkel einen kleinen, schwarzen, gelbeingefaßten Augenfleck mitweißem Kern.

• Weiblicher Falter. Größer, eben so gezeichnet, aber ohne alle Schillerung.

Raupe. Hellgrün mit einem Paar hoher grüner, gelbgeranderter Dornspitzenam Kopf und rothen Schwanzspitzen am After.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Insects.Die Breite dieses prachtvollen, großen Falters von einer Flügelspitze 'bis zur andern be-trägt bey ordinären Exemplaren nicht unter 2 Zoll und 8 Linien, und die Länge eines Vor-derflügels nicht unter 1 Zoll 3 Linien. Man hat aber auch Stücke von 3 Zoll und 1 LinieFlügelbreite. Die vordem sind sehr geschweift, die Hintern gezähnt, alle oben schwarz-braun, welches beym Männchen, je nachdem das Licht drauf fallt, ins schönste Dunkel-blau schillert. Eine gemeinschaftliche, unterbrochene, weiße Mittelbinde durchzieht alleFlügel auf beyden Seiten. Diese Mittelbinde besteht aus den Vorderflügeln aus mehrerenunordentlich stehenden, nicht gerade gezogenen und nicht an einander hängenden Makeln.Nicht weit davon gegen den Hinterrand stehen überdem noch zwey, und endlich gegen dieSpitze zu zwey weiße Makeln. Auf der Oberseite befindet sich kein Auge, sondern nurein Schatten davon, aber auf der Unterseite eines jeden Flügels, die überhaupt da roth-gefarbt sind, ist ein deutliches, schwarzes, gelb eingefaßtes Auge mit weißem Kern wahrzu-nehmen. Zwey deutliche, schwarze Queerstriche stehen in der weißschattigen Gegend derWurzel am Vordcrrand der Vorderflügel.

Das Weibchen ist größer, und schillert überall nicht.

Die Raupe, welche mit den Endspitzen i Zoll und 7 Linien lang jst, lebt aufmehreren Weiden - Arten, vorzüglich der Saal- und Werftwei 'en (salix caprea et acu-minata), und ist hellgrün mit rother Schwanzspitze. Der Kops endigt zich oben in einPaar hohe, grüne, gelbgerandete Dornspitzen. Ueber die vier ersten Gelenke laufen zwey

gelbe