Die Falter. Erste Horde. Vierte Familie. gs-
gelbe sinken oben in den Seiten; über den 6. 7 und 8. Rinq läuft ein erhabener schrägerSeitenstreif, und bildet auf dem Rücken deö achten Rings gleichfam 2 Höcker. Nach die-sem folgen noch drey solche schwache, und nicht erhabene Seitenstreifen, und der lehre Absatzist nebst den Schwanzfpitzen mit einem erhabenen, gelben Rande eingefaßt. Die Puppeist hellgrün, mit zwey Kopfspitzen, und einem hohen, mit einer scharfen, erhabenen, gel-ben Längslinie bezeichneten Rücken. Sie hängt etwas schräge, und ihre Puppenruhe dauert9 bis 14 Tage.
Aufenthalt. Der Falter lebt in allen wärmern Erdstrichen von Europa ; erfliegt zu Ende des Julius bis zu Anfang des Augusts in iaubwaldungen, besonders da,wo Weiden an Sumpfplätzen stehen, weil er die Feuchtigkeiten liebt. Seine Raupe lebt,wie bereits oben bemerkt ist, auf Weiden , nach Fabricius auch auf Eschen (Fraxi-nus), und nach Linne^, Poda und Rö set, welches sich aber nicht bestätigen will, aufEichen. Vor achtzehn Jahren konnte man ihn in Franken nicht selten sehen. InFüeßly und Rönars Magazin der Entomologie III. S. 164. schreibt Brahm, daßdieser Falter bey Maynz jährlich zweymal erscheine,, zuerst im JuniuS, hernach in derMitte des Augusts, und daß die Raupen der letzteren überwintern.
Anmerkung. I). Georg Zocob Gladbachs neue Europäische Schmetterlinge (Frankfurt 4W 1777,36 Tafel» für 6 Nchlr. Pränuinerationspreis) rsb. f. 1. 3. darf hier nicht angeführt werden,so wie wir sie äußerst selten anführen wollen, weil sie oft sehr geschmiert und mysteriös sind.
6. Der Bandwcidenfalter. Papilio Ilia, Viennensium.
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung. ,
Kleiner Schllervoqel, schwarzer Etzangeant.
Papillo Ilia Wiener Vr. 172. 2.
— — Fab. F.nt. l >1. I. 110. 34°-
— — Systematische Beschreibung 136. 70.
— Iris ,11 ia Bvrkhnuf l. 8 lit- b.
— — minor 0'p<r t. 37. f. I. Männchen, t. 11. fig. 2. Weibchen.
916 fei III. f. 4:. f. 1. Männchen; aber nicht 6g. 2.
Gladbach Säimekterl. tab. 33, f. 3. 4. Weibchen.
Kennzelche» der A rr. 'Lia »ncd t n. Wie oer vorhergehende, nur daß allevier Flügel am Innenwinkel ein deutliches, gelb eingefaßtes Augensieck, aber ohne Pu-pille, unv darüber einen gelben Punct führen, und daß die gelbbraune Unterstite keinerothe Einfassung der Binde hat.
Weibchen. Wie vaö Männchen, aber ohne alle Schitterung.
Beschreibung des vollkommenen Jnfectö. Er ist um einige sim'cnkleiner, als der vorhergehende. Die Vorderflügel sind eben so ausgeschweift; die Bindenund Flecken eben so, nur daß jeder Flügel oben ein kernloses Auge hat, wobey ein gelberPunct stebt. Auch ist der erste weiße Fleck an der Spitze qerheilt, so daß der außer derBinde stehenden Flecken fünf sind. Die Unterfiäche ist blässer, als bey dem Bachweiden-falcer, und entbehrt die rorhe Einfassung der Binde. Hingegen zieht sich von dem Jnnen-zum Hinterwinkel ein gerader, brauner Streif, in welchem der Augenfleck steht. Gegendie Wurzel zeigen sich zwey braune Puncte über einander, und an dem dicken Rande der
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