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Erste Horde der Phalänen, die Spinner. Vierte Familie.
den Flügeln winklicht sind; der Hinterleib ist ungesleckt. Das Weibchen ist größevund hat einen stärkern Hinterleib.
Raupe. Großköpfig, dicht-, lang-und weichhaarig, und grün; vorn mit zweybraunen Strichen; in der Jugend mit mehreren, im Alter nur mit 3 schwarzen Haar-büscheln.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Das Ausmaß ist fast wie beym vorhergehenden, i Zoll und 5 Linien. Die schwarzenZeichnungen auf den milchweißen Flügeln sind veränderlich; zwey davon bilden zuweilenein Griechisches Psi (>/>). Manche haben am Hinterrande eine schwarze Punctenreihe. DieHinterflügel und die ganze Unterseite ist weiß; die Franzen weiß und schwarzbunt. Nurdurch die Lupe entdecken sich an den glattscheinenden Fühlhörnern feine Zahnchen. Kopf,Brust und Füße sind weißwollicht, und der Hinterleib ist ungesleckt, und beym Weibchen di-cker. Wir haben diese Linne'ilche und Wiener Eule mit Fabricius und Borkhaufen,wegen seines Habitus, den Spinnern beygezählt; und da mußte, weil wir schon einen Er-lenspinner an der Camelina haben, der Name in Erienbuschspinner abgeändert werden.
Die großköpfige Raupe verbirgt durch ihre langen, weichen und dichten Haare fastihren ganzen Körper. Sie wechselt, und ist bald hellgrün, bald citronfarbig. Die aufdem 4, 6, 7, 8 und l 1 Abschnitte befindlichen borstigen Haarbüschel gehen entweder alle,oder doch bis aus drey verloren. Die Haare selbst sind zum Theil an den Spitzen kolbig,und stehen nicht gerade aus, sondern liegen um die Raupe im Kreis herum. Jung ist ihrbehaarter, zweymal gestreifter Kopf schwarzbraun, späterhin wird er grüngelb. Ueber denBauch zieht sich ein dunkelbrauner Streif. Die Raupe bereitet sich im September ein dich-tes Seidengespinst, worein sie zernagte Holzspähne und eigene Haare mit einwebt.
Die Puppe ist dunkelrothbraun und kegelförmig; sie überwintert, um 8 Monate,d. i. bis in den May oder Anfang des Junius im künftigen Jahre, zu ruhen.
Aufenthalt. Der Spinner an den Italiänischen Pappelbäumen im May undJunius. Die im Junius aus dem Ey gekommene ünd im September erwachsene Raupefindet sich auf Birken, Erlen, Espen, Italiänischen Pappeln und Sahl-weiden. Es sind keine zwey Generationen vorhanden.
Anmerkung. Hier hat im Wiener Verzeichniß die Familie der Därenraupen und edle»Spinner ihren Platz, deren Raupen auf jedem Ringe acht lang- und dichtbehaarte Knöpfe und ihrekurzzüngigen Spinner abhängige, besonders aber hochfarbige Hinterflügel haben. Zhre Ver-wandlung geschieht in einem weichen Gewebe über der Erde. Sie find all« sehr schön gezeichnet,und wir wollen diejenigen unter ihnen kenntlich machen, deren Raupen sowohl niedrige Gewächse als 'auch Forstunkräuter zur Nahrung haben, und nur durch eine Ausnahme von der Regel, oderauSMangel ihres eigentlichen Futterkrauts, an jungen Daumblätlern oder Knospen nagen. Es findfolgende sechs:
2) Der Nesselspinner, Phalaena Bombyx Caja, Lin., die gemeine Därcnphalänein den Linne'-, Wiener, Fabricius-, Borkhausen-, Gleditsch- (II. 226.), Esver- undRöselschen(I. 2. Classe, tab. i.) Schriften. Die dachigen, kaffeebraunen Vorderflügel sind mit weißen, bach-ähniichen Zügen durchschnitten; dir Hintern sind purpurrolh, mit Schwarz bemakelt. Die Fkü-
gelbreife