Band 
Zweyter Theil.
Seite
463
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Erste Horde der Phaläne«/ die Spinner. Siebenzchnte Familie. 46 z

und sowohl am Hinterrande als an der Wurzel, aber in einer andern Richtung punctkrt,mit weit feinern und kaum erkennbaren schwarzen Zacken- und Wellenzügen und Strichen;der Hermelinflecken deö Vorderleibes sind sechs, und der Hinterleib ist oben schwarz. BeymMännchen sind die Fühlhörner stärker gekämmt, als beym Weibchen.

Raupe. Eben so gebaut, wie die vorige, nur statt grün ist sie violettroth. DerRaum des Hellern Nackenflecks und Rückensattels ist durch gelbröthliche Linien von.derGrundfarbe abgeschnitten, und der Halöschild etwas blau.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Insects.Die Größe und der Habitus ist beynahe wie bey dem vorhergehenden, und so auchdie meiste Zeichnung, und dennoch ist er wesentlich von jenem verschieden, obgleich Fabri-cius in seinen mittlern und spätern Schriften, z. B. in der Entomol. III. 1. S. 428.n. 67. denselben ohne Grund der Vinula untergeschoben hat. Die Flügel sind eben so zu-rückgebogen und öraunaderig, aber alle schneeweiß und dicht beschuppt; die vordern sindlanzettförmig, und sowohl am Hinterrande als an der Wurzel, aber in einer andern Rich.tung, punctirt, mit weit feinern und kaum erkennbaren, schwarzen Zacken, und Wellen-zügen und Strichen. Es findet sich Mich noch ein schwarzer Mondfleck in der Mitte dereinfarbig milchweißen Hinterflügel. Der Vorderleib hat 6 Hermelinflecken; sehr charakte-ristisch ist aber der nur unten weiße, oben allkmal schwarze ungeringelte Hinterleib mitseiner weißen Endspitze.

Die Raupe ähnelt in ihrem Baue und in ihrer Lebensart der Vinula; worin sie ab-weicht, ist dieses, daß sie statt grün violett gefärbt ist, und daß der Raum des Hellern Na-ckenflecks und RückensaktelS durch gelbröthliche Linien von der Grundfarbe abgeschnitten,und der Halöschild etwas blau ist. Ihre Verwandlung geschieht im August oder Septem-ber, worauf die Puppe überwintert.

Aufenthalt. In mehreren Gegenden von Deutschland, z.B.beyMaynz, Frank-furt und in Franken, gewöhnlich im Maymonat an den Stammen der Weiden, Espenund Pappeln, aber allemal äußerst selten. Eine frühe, warme Witterung verursacht,daß der Spinner wohl schon im April erscheint und Eyer legt, ehe noch die Futterpflanze derRaupe, der Espenbaum, Blätter getrieben hat.

76. Der Bellenspknner. Pkalaena Bombyx Bifida, Brahm.

Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Degeerscher Gabelschwanz, Wiener Pappelweidenspinner.

Phalaena Bombyx Bifida DrablN in Füesly's neuem Magazin III. 161. und

Drahms 3 nf. II. 275. n. 164,

— — — Borkhaus. III. 374. lZ9.

— — Furcula Wiener Vz. 64. 4. mit der dortigen Anmerkung.

Degeer Qlsmoiros II. t. 4. f. 18 — 21. S. 315. la Chenille (Raupe).

Kennzeichen der Art. Spinner. ‘ Die Flügel sind stark geschuppt, amHinterrande durchaus schwarz punctirt; die vordern sind weißlich, in der Mitte mit einer

Nnn 2 breiten,