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Erste Horde der Phalänen, die Splnner. Siebenzchnte Familie.
Man kann ihren großen, flachen und glanzendbraunen Kopf alsdann, wenn er in den rothenRing oder das Gelenk eingezogen ist, mit einem Kaßenkopfe vergleichen, wo der wahreKopf die Nase , die 2 erhabenen schwarzen Puncte die Augen, und eine Queerdrüse unterdem Kopfe im rothen Ringe, woraus der atzende Saft kommt, das Maul vorstellt. DerNackenfleck vom Kopfe bis zum Höcker ist dreyeckig, und der Sattel hinter dem Höcker rau-unförmig, von bald rother, bald violetter oder auch schwarzer Farbe, allemal aber mit ge.raden gelben Linien begranzt.
Wenn sie im Junius oder Julius das Ey verlaßt, ist sie ganz glanzendfchwarz,nachher grün mit braunem Rücken. Vom Ey an bis vor Anfang der vierten Häutung hatsie auf dem ersten Ringe hinter dem Kopfe fleischerne, mit schwarzen Haaren besetzte Erhö-hungen, die nach R ö se l mit Ohren verglichen werden können. Kurz vor ihrem Einspin-nen, das bey frühern Stücken im Julius, bey Spätlingen im September vor sich geht,wird die ganze Raupe entweder dunkelroth, oder braun, oder violekkfarbig, und nagt sichmit ihrem starken Gebiß eine nicht große Höhle in den Stamm oder Ast, die mit Spähnenund ihrem Safte fest zugewölbk und verküttet wird. Die braune, an beyden Enden .stum-pfe Puppe ruht in der Regel den Herbst durch darin, außer der Regel auch wohl 2 Win-ter. Bey denen, die hier erzogen wurden, dauerte die Puppenruhe einmal vom Ausgangsdes Septembers bis zum letzten Junius, also 9 Monate, ein andermal vom 12, Julius biszum z. Junius des folgenden Jahres, also beynahe 11 Monate.
Aufenthalt und Fortpflanzung. Der Spinner erscheint in ungleichenZeiträumen, jährlich einmal, bald vor, bald in, bald nach dem May, an den Stämmenaller Weiden- und Pappel-Arten, an deren Blattern die Raupe vom Junius bisin den September sich nährt. Das Weibchen legt im Junius oder Julius seine Eyer, diesich in 14 Tagen entwickeln. Das Ey ist nach Esper zirkelförmig, zu beyden Seiten flach,von rothbrauner Farbe mit einem schwarzen Puncte, welchen ein lichter Ring umgiebk.Dabey ist es nach Kleemanns Untersuchung voll unordentlicher sechseckiger Grübchen.Hingegen das Ey des folgenden Werstweidenspinners, Erminea, ist nach Esper platt undnur in der Mitte erhöht, und hellgrün mit einem dergleichen Verlornen Ringe und Fleckenin der Mitte. Der Rand ist hellgelb, mit einem pomeranzfarbigen Kreise umzogen. Dieganze Fläche erscheint mit schrägen, gitterförmigen Furchen nach feinster Anlage durch-zogen.
75. Der Merftweidenspinner. Phalaena Bombyx Ermmea, Esp.
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Weißer Hermelinspinner.
Phalaena Bojnbyx Erminea Borkhausen III. 572. 13?.
— — — Drahm IE 274. 163.
— —’ — Nau Forstw. 228.
~~ •— — Esp er III. t. 19. f. t. 2, t. 7g. f. 4. Raupe, «8d
t. 79. f. 6. das Ep.
Kennzeichen der Art. Spinner. Die Flügel sind eben so zurückgebogenund braunaderig, aber alle schneeweiß und dichter beschuppt; die vordem sind lanzettförmig