Band 
Zweyter Theil.
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Zweyte Horde der Phalänen, die Eulen. Zweyte Familie.'

Nerven, zuweilen noch mit einem schattigen Hinterrande. Auf der weißlichen Unterseitesind die mit einem schwarzen Mittelfleck und Bogenstreif bezeichneten Vorderslügel am Vor-der. und Hinterrande mit Atomen schwärzlich schattict; die Hintern aber mit einem starkenbraunen Mitkelpuncte, woran eine Reihe kleiner schwarzer Puncte steht; eine zweytePunc-kenreihe steht am Hintersaume, und fehlt zuweilen gänzlich. Die Stirn ist weiß; Fühl,spitzen, Kopf und Rückenschopf sind nebst dem Hinterleibs aschfarbig; letzterer hat am letz-ten Ringe braune Pünctchen und einige weißliche Haarbüschel an den Seiten. Von dengedornten Füßen hat das erste Paar graue, und die übrigen weiße Schenkel, und die Fuß-blätter find braungeringelt.

Die oben berührte, behaarte, im September erwachsene Raupe, welche ij bisi \ Zoll mißt, hat an den Seiten des Kopfs, der nach den frischen Häutungen beynaheden dritten Theil vom übrigen Ganzen ausmacht, und wovon das Jnfect den Namen:Megacephala (Grsßkopf) erhalten, schwarze Flecken, und über der Stirn eine schwarzegavelige Linie. Dem unbewaffneten Auge scheint die Raupe gelb zu seyn mit schwarzenPuncten, aber unter der Vergrößerung ist es umgekehrt, da hat ste einen fammetfchwar,zen, mit dichten gelblichen Puncten besetzten Grund. Jeder Absatz, vom ersten bis zehn.ten einschließlich, hat vier rostfarbene Rückenwarzen, und auf jeder Seite zwey lichtbrauneWarzen; der eilfte Absatz einen gelblichen Viereck mit vier gelblichen Rücken- und derglei-chen Seitenwarzen, der zwölfte aber acht lichtbraune Warzen. Fabricius, der dieRaupe nicht selbst gesehen, sondern nur Abbildungen davon, hielt diese Warzen für solcheWFlecken. Ihr Raupenstand, worin sie dich dreymal häutet, bey jeder Häutung sich inBlätter überspinnt, und nach der dritten Häutung nach der oben gegebenen Beschreibunggezeichnet ist, dauert nur 7 Wochen. In der Ruhe hat sie die krumme Lage eines Römi-schen Augurstabes. Sie verwandelt sich unten an Baumstämmen in der Erde, oder unterder klüftigen Rinde in einem weißgrauen h mit Holzspänchen gemischten Gewebe in eine ge-schmeidige, länglich glänzende, braune Puppe mit Bprstenspitzen am After, ruht ge-wöhnlich 8 Monate und überwintert.

Aufenthalt. Die Eule, wovon Brahm späterhin, laut seines Jnsecten-Ca-lcnders, wirklich 2 Generationen beobachtet hat, findet sich zu Anfang des Mays oder imJunius, dann wieder zu Ende des Julius an Weiden und Pappelbaumcn, und ihreRaupe weidet das erstemal im JuniuS und Julius, und wenn sie im August aus dem Eygekrochen ist, das zweytemal im September und October, am liebsten auf der Weiß-und Schwär zpappel, desgleichenaufder Italiänischen und Balsampappel, nachden Wiener Entomologen auch auf Weiden . Man kann dieser doppelten Generationnicht geradezu widersprechen. Ich selbst habe die Phaläne nur einmal erzogen, und da siebey mir vom i. September 1792 bis zum 28. Julius 1793, also 11 Monate im Puppen-stauch? zugebracht hat; so kann dies gar wohl eine Abweichung von der Regel seyn, derglei-chen Abweichungen bey der künstlichen Fütterung mehrerer Jasecten sogar von Einer Brütsich finden. In jenem Falle soll also die Puppenruhe der Sommergeneration nur 2 bis zWochen dauern.

92. Die