Zweyte Horde der Phalanen, die Eulen. Zweyte Familie. 48?
m,gefüllt und zuweilen nicht sichtbare die Hmtersiügel sind bald blendendweiß, -bald weiß-lich, bald ohne, bald mit einem bleichschwarzcn Mittelpunkte. Der d.cke Hinterleib dcvWeibchens unterscheidet dasielbe vom Männchen.
Raupe Sehr sonderbar; mattschwarz und cyltndnsch; über den Nucken mitdrevrebn sehr schöiigelbcn Queerstreifen oder Schildchen geziert, in deren jedem vier gleich-farbig Knöpfchen vorkommen, davon die zwey mittelsten an einander stoßen. Jeder der 4Enövfe des ersten Schildes führt ein langes, schwarzes, dünnes, an der Spitze kolbiges,wie ein FÜhlhorn der Tagfalter aussehendes Haar. Solche Kolbcnhaare stehen vom 4. bts10 Schild , auf jedem Schild zwey, auf dem 12. eben so viel. Nur das 2., z., 11. undj 3! Schildchen haben keine. Und alle übrigen noch vorhandenen gelben oder auch jchwarzen
Knöpfe haben ein kurzes Härchen. ^ .
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Dieser seltenen Eule, deren Flügelbreite i? Linien, und jeder Vordersiügel n bis 8 Linienausmache wollte ich den Namen: Erleneule, darum nicht beylegen, weil er von den Wie.«... Er/omoloaen der l-epoiins , die oben unter den Spinnern vorgekommen, bereits gc.«eben worden.^ Ich veränderte also den Namen in Erlenbuscheule.
Das oberste von den zwey weißgraucn Feldern fangt an der Wurzel an, und lstschmäler als das Zweyte, welches scheibenförmig an der Flö^elspitze sich verbreitet. An derWur»l steht sich eine kleine, abgebrochene Queerlinie, nicht weit davon eine doppelte durch.Zwischen derselben und der dritten, nach außen geschweiften Linie, welche das zweyte Feldbearantt befinden sich die Zwey Narben, wovon die r-ngförmige noch im ersten, und dieLalbmondsörmige nicht ganz im zweyten Feld, sondern fast noch in dem schwarzen Raumlieat der beyde Felder von einander trennt. Von der Wurzel bis zum Innenwinkel ziehtdurch die schwarze Fläche ein tiefschwarzer Langsstreif. Bey meinem Exemplar ist nichtnur der Hinter-, sondern auch der Vorderrand durch mehrere weiße Puncte und durch aus-rufende schwarze Streifen gescheckt. Der Kopf und der an der Wurzel schwarzgefarbteVorderleib sind qelblichgrau, der Hinterleib weiß mit drev Verlornen Puncten. Die Fuß.blätter sind geringelt. Man hat schwarzcußfarbme, nußbraune und schmuzbraune Varie-täten ; besonders sollen die nordischen Varietäten tiefer schwarz- seyn.
Die im Stand der vierten Häutung oben beschriebene, sehr sonderbare Raupemit ihrem schwarzglänzenden, herzförmigen, mit 2 dunkeliiKnöpfchen bezeichneten Kopf,hat eine mattschwarze Haut, die ius Stahlblaue spielt. K Degeer'S Dchrifrcn undin FüeSly'S Magazin II. t. 1. ist sie am genauesten beschrieben und abgebildet. Vorder vierten Häutung bar sie einen dunkelgrau gemischten Rückenstreif, der durch eine blau.lichweiße Linie getheilt wird, und nichl mehr als vier Kolbenhaare. Nach der vierten Häu-tung sind von den dreuzchn gelben Rückenschildchen neun derselben, jedes mit vier gelben
Knöpfchen verschönert; jedes dieser Knöpfchen ist mit einem schwarzen Kolbmhaar besetzt,
so daß das 2., 3 , II. und 13. keine dergleichen, sondern auf den Warzen nur kurze Har.eben ohne Kolben führen. In ihrer Ruhe liege sie stets gekrümmt, geht langsam und über.spinnt jedesmal ihren Pfad. J)re Verwandlungözeit ist nach Brahm zu Ende des Ju-lius nach Andern im September oder Oktober, wo sie sich zwischen Blattern oder an' Qgq 2 Slam.