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Zweyte Horde der Phalänen, die Eulen. Zweyte Familie.
Stämmen mit eingewebten Holzspänen einspinnt. Die Puppe ist langgestreckt, undruht zehn Monate.
Aufenthalt. Die Eule ist in Deutschland , auch in hiesiger Gegend, wiewohläußerst selten, im May oder Junius vorhanden, und war den Wiener Entomologen nichtvorgekommen. Sie erscheint jährlich nur einmal, und ihre Raupe weidet vom Junius bisSeptember auf Erlen, Weiden , Birken und Pappeln. Doch meldete mir (Schar«ftnberg) einst Doctor Kühn, daß sie bey ihm keine Erlen annehmen wollen, sondern blosaufdem Rosenstrauch sich genährt habe.
Anmerkung. Fabricius vereinigt, sogar in seinen neuern Schriften, die Ph. Noct. DegenerVien. noch immer mit unserer Erlenbuscheule mit Unrecht. Und von der Linne'ischen, vonFabricius beybehaltenen, Beschreibung muß man sagen, daß sie mangelhaft sey.
Dritte Linie. Die Raupen haben sehr lange Haare ohne Knöpfe.
94. Die Eberescheneule. Plialaena Noctua Favillacea, Esperi.
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Vogelbeereule, aschgraue, gewellte Eule.
Phalaena Noctua Favillacea Dorkhauf. IV. 217. n. 100.
— — — Esper t. 127. I. 4. k groß.
— — — Nalurforsch. XXIV. t. 3. f. 5. 6. mit Raupe.
Kennzeichen der Art. Eule.' Mit einem Rückenkamm und dachigcn Flü-geln; die »ordern sind hellgrau, dabey gelblich gemischt, mit 3 O.ueerstreifen, den gewöhn-lichen Narben, und einer schwarzen geraden Längslinie, die unterbrochen ist; die Hinternsind schmuziggelbgrau.
Raupe. Blaßgelbgrün, einzeln behaart, mit rothbraunem Kopf und einem ge-zahnten, breiten, gelbbraunen Rückenstreif, der mitten durch eine blässere, schmale Längs«linie getheilt ist und schwarze Puncte führt ; das vorletzte Glied ist etwas spitzig erhöht.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Das Ausmaß dieser Eule ist i Zoll und 3 Linien von einer Flügelfpitze zur andern, undihre hellgrauen, gelblich gemischten Vorderflügel haben 3 Queerstreifen. Der erste an derWurzel ist klein und unvollständig. Zwischen dem zweyten wellenförmigen und dem drittenO.ueerstrcif, der kappenförmig und dabey bogig ausgeschweift ist, stehen die gelblichen Nar-ben (eine Ring-und eine Halbmondnarbe), wovon die letztere auf der hohlen Seite nichtgenau begränzt ist. Die von der Wurzel anfangende, gerade, schwarze Längslinie wirdbeym zweyten Queerstreif unterbrochen, kömmt aber bald wieder zum Vorschein, um dendritten Äueerstreif zu durchschneiden. Der Vorderrand ist theils durch die auskaufendenStreifen schwarzgefleckt, theils nach der Flügelspitze hinwärts gelblich punctirt, und derHinterrand wechselt mit schwarzen und grauen Franzen. Die meistens angestreiften Hin-terflügel sind gelblichgrau, wie die ganze mit bräunlichen Atomen bestreute Unterseite, wojeder Flügel einen schwarzen Mittelpunct und zuweilen einen durchgehenden oder einen