Zweyte Horde der Phalänen, die Eulen. Achte Familie. 515
Raupe. Nackt, glatt, schlank, nach dem Kopf zu schmäler, übrigen« einfarbigmattgelbgrün; auf jeder Seite über den Luftlöchern durchaus gelbgestreift. Wenn sie läuft,zeigen sich in den Einschnitten gelbe Ringe.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnfectS.Diese der vorhergehenden ähnliche Eule von fast gleichem Rückenkamm, Farbe und Umrißder Flügel, deren Narben orangefarben geringelt sind, und die Fabricius in der Man.tijsa und in der Entom. system. immer noch für eine Varietät der vorhergehenden mit Un-recht ansieht, konnte den Efper- und Borkhausenschen Namen aus der Ursache nichtbehalten, weil nach den mehrerwähnten Nachrichten vomJahr 1797 die DysodeaVienn.eine andere, und zwar die nachfolgende ist. Und der Goezische Name schickt sich nurfür Spanner. Ihre Flügelbreite beträgt i Zoll und gi Linien, und die Länge jedes Vor-derflügelö ic>. Da wo einzelne Stücke drey weißliche Queerstreifen in eben der Ordnungwie die vorhergehenden führen, sind die beyden ersten wellenförmig und mit einer schwarzenLinie begränzt. Auch hier hat die in der Nähe des Hinterrandes erscheinende Reihe vonPommeranzenflecken in der Innenseite schwarze Pfeilfieckchen, wie obige. Die Franzensind gefleckt und die weißlichen Zähne haben schwarze Winkelpuncte, sowohl die streifför.mige Anlage deS Qrangegelben und die allezeit starkem Zahne am Rande, als auch die ocker-gelblichen, aschgrau bestäubten Hinterflügel unterscheiden dieseEule von der vorhergehenden.Bey diesen Hinterflügeln wird ein aschfarbiger Schatten nach dem Hinterrand und in derMitte ein dunkler Queerstreif sichtbar. Der Hinterrand hat eine schwarze Franzenlinie.Dk^ganze Unterseite ist ebenfalls ockergelb, mit einem bräunlichen O.ueerstreif, vor welchemauf den Hinterflügeln noch ein schwärzlicher Mondfleck steht. Die Fühlhörner sind schwärz,lieh mit weißen Ringeln und beym Männchen etwas gefasert: alle übrigen Theile am ganzenJnftct sind wie bey dem vorhergehenden. Wir haben auch Varietäten, wo die Hinterflügelüber f weiß sind.
Ihre Raupe hat einen kleinen, glänzenden, hellgrünen Kopf, der vor der Ver-puppung braun wird, und einen einfarbig mattgelbgrünen, weißpunctirten Körper undgleichfarbige Füße; nur sind die vielen weißgelben Puncte nicht wie bey der vorhergehendenerhoben, sondern eben. Sie begibt sich im Junius in die Erde, um sich eine Erdhöhle auS-zuwölben und auözuleimen, darin sie als rothbraune glänzende, mit kurzer Stielfpitze ver-fehene Puppe nach Kleemann drey Monate ruht. Bey Röfel währte ihre Puppenruhedurch eine Ausnahme drey Wochen. Ihre Räupchen kriechen im Herbst aus dem Ey.
Aufenthalt. Die Eule erscheint im August und September, und ist bey Nürn.berg und im Steyermärkifchen einheimisch. Ihre Raupe weidet im May und Juniuö nachRöfel auf Stachelbeeren, sowohl der gemeinen als der Gartenstachelbeere (Eidesuva crispa et grossularia), nach Kleemann auch auf Wegwart, Sauerampfer undKaHenkraut (Nepeta). Sie soll auch Borrago und Lindenblätter annehmen.
114. Die Wildlattlcheule. Phalaena Noctua Dysodea, Vien.Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Petersilieneule, kleine orangegelb gefleckte Eule.