Band 
Zweyter Theil.
Seite
516
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ziö Zweyte Horde der Phalänen, die Eulen. Achte Familie.

Phalaena Noctua Dysodea, Wiener V). -r. 5-

— — — Drahm II.

— — Chrjrsozona, Borkhaus. IV. 164. 113.

— — Flavicincta minor, Espek IV. t. 153. f. 7.8,

Kennzeichen der Art. Eule. Weit kleiner, als die vorhergehende/ miteinem Rückenkamin und gezahnten Flügeln; die vordem sind silbergrau, schwarzbestaubt mitdrey deutlichen weißen Wellenstreifen von gewöhnlicher tage; der Raum, in welchem die ge-wöhnlichen grauen Narben stehn, bildet eine breite graubraune, scharf begränzte Binde vonungleicher Breite. Ohnweit des Hinkerrandes ist, wie bey beyden vorigen, eine orangefar-bene Punctenreihe. Daö Weibchen ist beleibt.

Raupe. Nackt, weißgrün, mit erhabenen glänzenden Puncten chagrinirt, mitdunklem Rücken- und einem weißen Seitenstreif vom Kopf bis zum After; die Luftlöchersind gelb.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnsectS.Diese kleine Eule mißt von einer Flügelspihe biö zur andern nach hiesigen Exemplaren 1 Zollund 3 Linien, und ist ebenfalls stellenweise orangefarben marmori«, z. B. ohnweit der Wur-zel, an der zweyten Narbe, besonders aber durch die Punctenreihe am Hinterrand, derenPuncte pfeilförmige schwarze Flecken zeigen. Die silbergraue, schwarzbestaubte Farbe istober« und unterhalb der braunen Binde die herrschende. Diese scharf begränzte Binde voneiner ungleichen Breite macht den Raum auö, worin die grauen Narben stehn. Die chreyweißen Wellenstreifen von gewöhnlicher Lage sind deutlich vorhanden und schwarz eingefaßt.Der Vorderrand ist so wie die Franzen schwarz und weißgefleckt. Die Jptnterffügel sindnach innen hell- und nach außen zu dunkelgrau. Auf der Unterseite sind die Vorderflügelschwärzlichgrau, scheckig gefranzt und gegen den Jnnenrand gelblich. Die ockergelblichenHinterstügel dieser Seite sind am Rande schwärzlich aschgrau mit einem gleichfarbigen Mit-telpunct und Bogenstreif. Die Fühlhörner und Füße sind weißgeringelt, das Schulter-blatt orangegelb. Uebrigens ist sie vom Kopf bis zum Hinterleib mit den Vorderflügeln,und am Hinterleib selbst mit den Hinterflügeln gleichfarbig. Sie variirl in Ansehung derdunkeln oder hellen Farbe der Binde und der mehr oder minder aufgetragenen Orangefarbe.Daö Männchen ist nicht so beleibt, als das W e i b ch e n.

Die Raupe ist am Kopf und an den Füßen weit dunkler, als am Leibe, übrigensnackt, wejßgrün, mit erhabenen glänzenden Puncten chagrinirt, mit einem dunkeln Rücken-streif und einem weißen Seitenstreif vom Kopf bis zum Elfter; die Luftlöcher sind gelb. Wennsie zu Ende des MaymonatS zur Verwandlung reif ist, macht sie sich gleich der vorhergehen,den eine Erdhöhle, worin sie als rothbraune, glänzende Puppe mit kurzer Endspitze 2Monate ruht.

Aufenthalt. Die Eule zeigt sich in Deutschland nach Brahm schon im Mayund wieder im Julius und August, an Gartenthüren, Geländern und Mauern, daher der-selbe 2 Generationen annimmt. Die Raupe weidet im May und Junius auf Petersi-lien, Beyfuß, Thymian, und in hiesiger Gegend fanden sich 1782 einige auf Ei-chen, weshalb wir sie unter die Forstinsiccen mit ordnen. Solche verpuppten sich am 21.

May,