5a6 Zweyte Horde der Phalänen, die Eulen. Neunte Familie.
Pbalaeus Noctua Ferspicillaris Hübners Beytrüge I. 4. tab. 4. fig. N.
— — — Ctpcrg ®ulen tab." 134. f. 3.
— — — Papillons d’ Europe f. 236.
Kennzeichen der Art. Eule. Mlt eineni Kammrücken und dachigen ge-zahnten Flügeln; auf den brandbraungestreiften Vorderfiügeln laufen helisarb'ge Strahlensowohl aus der Wurzel, als der Mnkelfläche, auf welcher sich eine hellfarbige Mond-narbe befindet.
Raupe. Bald grün mit einer weißen, breiten Rücken, und einer dergleichenSeitenlinie (nach Fabricius); bald braunroth mit einem sehr weißen Seitensireif (nachhiesigen Stücken).
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Diese in der Esperschen Abbildung zu blaß, in der Hübnerschen zu groß und zuscheckig gerathene, sonst aber schöne Eule mißt nach hiesigen Exemplaren 1 Z ll 3 bis 4Linien. Den gezahnten Vorderfiügeln geben die stellenweis matt und dunkelgrüne, theilsgelblichweiße, theils violetkfchillernd n Mischungen ein eignes buntfarbiges gestreiftes An-sehen. Von der Wurzel aus läuft ein weißer, mit schwarzen Linien begranzter Langsstreifoder Strahl bis bald an die starke, mit einem weißlichen Mittelstrich versehene Mond-narbe; von da ziehen vier Strahlen bis in die gelbroch gescheckten Franzen, nämlich zweyweiße in der Nähe der Flügelspitze und zwey violetrschiilernde weiter hinab. Am Vorder-rand ist eine ähnliche Sctnllerung und am Hinkerrand ragt ein stumpfer Zahn hervor.Die gelbgefranzten, in einer gewissen Richtung ebenfalls schillernden Hinterflügel sind ander Wurzel hellgrau, nach dem Hinkerrand zu dunkelgrau. Auf der Unterseite habendie hellgrauen Vorder - und weißen Hinterflügel einen oft mennichrothen, oft rostfarbigenLimbuö am Vorder- und Hinkerrand; letzte auch ein kleines Mittelmöndchen. Der amHalökragen und an den Schulterblättern weiße, im übrigen brandbraune und schillerndeVorderleib hat hinten einen in die Höhe stehenden purpurbehaarten stumpfen Rückenpinsek,und der Hinterleib ist wie die Hinterflügel gefärbt. Bey Varietäten sind die Mischungenstärker oder schwächer.
Die nach Fabricius a. a. O. bemerkte, grüne, von feinen Pünctchen rauche,und mit feinen Härchen besetzte Raupe, die eine weiße Rücken- und eine schmälere Sei-tenlinie haben soll, muß wohl auch variiren. Denn ich (Scharfenberg) fand sie, wenig-stens das einzigemal, da sie mir vorgekommen ist, braunroth mit einem sehr weißen Sei-tenstreif, und sie verpuppte sich in einem Gewebe am 7. August 1798, um sich nach eineri-o£ monatlichen Ruhe am 28. Juniuö 1799 zu entwickeln.
Aufenthalt. Die Phaläne zeigt sich nach Brahm im südlichen Deutschland schon im April an Föhrenstämmen, bey uns aber erst zu Ende dcö Junius, und zwaräußerst selten, daher sie, wenn keine 2 Generationen etwa statt finden, eine ungleiche Ent-wickelungszeit haben muß, so wie auch ihre Nahrungspflanzen verschiedener Art sind, in-dem ich sie, so wie die Wiener, auf dem Johannis- oder Conradskraut, nämlichdem durchlöcherten (Hypericum perforatum) im Julius erwachs?» fand. Da sie aberFabricius auch am Astragalus, Ahorn und Pflaumen gefunden, und Dallin-
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