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Zweyte Horde der Phalänen, '.die Eulen. Zehnte Familie.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnfectS.
Diese nicht der Hauptzeichnung, sondern mehr der Farbenmischung nach, unbeständige,r Zoll 8 Linien messende Eule ist bald blaugrau (Trigutta Esp.), bald aschgrau, baldleberfarben, bald gelblichroth, bald rostbraun (Instabili« Esp.), allezeit fein bestäubt.
Der gelbe, nach dem Vorderrand hin etwas abgesttzee, und nach dem Junenrand einwärts s
gebogene, auf Espers t. 151. f. 3. vergessene Familienstreifvon fast gerader Rich- !
tung ist auf der innern Seite dunkel gerandec > oder auch an z Stellen mir dunkeln Flecken j
bezeichnet, die bey einigen inö Schwarze fallen. Zwischen 2 andern gelbgraucn Queerstrei- j
fen, die selten ganz deutlich da sind, stehen die zwey geringelten Narben, wovon die grö- j
stere halb schwärzlich gefärbt ist. An den gelbr. then Franzen steht eine Punctenreihe. DieHinterfiügel sind entweder aschgrau oder gelbgrau, hinten allezeit aschgrau schattirt, mit ei- inem verblichenen Mondfieck und gelbgrauen Franzen. Die glänzende, graue, mit Braunbestäubte Unterseite hat nichts Auszeichnendes, als eine Wifchpunctenreihe, und einen sehr 4schwarzen Mittelpunct, zuweilen in der Gestalt eines Mondflecks. Kopf, Vorder- undHinterleib find mit den Dorderflügeln gleichfarbig; doch ist letzterer ein wenig bleicher.
Die blaugraae Varietät, an der sich eine nicht deutlich begränzce rothe oder schwärzlicheMitkelbinde zwischen den Narben durchzieht, hat stellenweis gröbere Atomen und Bestäu-bung, als die dunklere. Die Fühlhörner des Männchens sind ein wenig gekämmt. i
Die Raupe von beyden Geschlechtern hat einen biäulichgrün glänzenden Kopf, s
mißt i Zoll und 9 Linien, und variirt zuweilen mit einigen Längslinien<nehr. Besonders 1
ist die männliche gelblichgrün, die weibliche bläulichgrüu und dickleibig; beyde sind mit4 Reihen gelber erhabener Pünctchen besprengt, mit einem unbeständigen grünen Rücken-streif, und einem gelben, breiten Längsstreif in den Seiten geziert.
Vor Ausgang des Junius verpuppt sie sich in der Erde. Die rothbraune Pupperuht 9 bis gi Monate.
Aufenthalt. Die Eule sindet sich fast überall in Deutschland , der Regel nachim März und April an Lindenstämmen; doch lockt sie die Stubenwärme, oder im Freyenfreundliche Wintertage, wohl schon im Februar heraus. Die Raupe weidet auf allenSteinobstarten, Zwetfchchen, Pflaumen, Kirschen, Mandeln, Linden,Ulmen, Eichen, nach Kleemann auch auf Ha seist rä u chen.
Anmerkung. ,) Herr Fabricius hat nebst mehreren Unrichtigkeiten, bie in Ansehung derSchmetterlinge seinen frühern Schriften eigen sind, auch diese mit in die Entomolog, sy-stemat. hinübergcbracht, daß er Rösels r. ;z. zur Noctua Stabil!» zieht, welches ihm meh-rere Entomologen nachgeschrieben haben.
2) Herr Borkhausen hat auch mit Recht die Phal. Turbida und Contacta Efperi mit un-serer Phaläne vereinigt.
I2Z. Dtt Lindeneule. Phalaena Noctua Stabilis, Tien.
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Zweyte Kirscheneule.
Phalaena