Zweyte Horde der Phalänen'/ die Eulen. Zehnte Familie. 529
Phalaena Noctua Stabilis Wiener 931 . 76. a.
Noctua Cerasi F a b. Fnt. III. a. 44.11g.
Phal. Noct. Stabilis Dorkhaus. IV. 588. 244.
— — — Bra hm II. Z47.
— — Gracilis Nau Forstw. 30^. §. 7x6.
Lennz eichen der Art. Eule. Nicht ganz glattrückig, mit dachigen Flü-geln; die vordem sind mehrentheilö fleischfarbcbraun, und haben gelb geringelte Narben,einen gelben Farmlienstreif; vor und hinter demselben aber eine Reihe maktbrauner Puncte.
Raupe. Blaßgrün, gleichbreit und dick; hinter dem Kopf und auf dem vorletz-ten Absatz ist ein deutlicher, gelber Halbring oder Halbmond in die Queere. Zwischen denz gelben Rückenstreifen sind zahllose, kaum erhabene Tüppelchen, die im Alter vergehen.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnfectS.Bey dieser Eule, die von einer Flügelspiße bis zur andern I Zoll 4 Linien mißt, mochte manEsperö Werk nicht nachweisen, dessen kulmcmaris t. 151. f. 5. von den Wiener Na-turforschern in dem mehrgedachten Aufsatz von 1797 zwar allegirt wird,^welches aber wirk-lich für ein Versehen zu halten ist. Unsere Eule variirt vom Aschgrauen bis zum Leber-braunen, doch nicht in der Maße, wie die vorhergehende. Außer ihren 2 gewöhnlichen,gelb geringelten Narben hat sie auch noch eine Zapfennarbe. Bey einzelnen Stücken zeigtsich eine Schattenbinde in der Mitte und einige verblichene Queerlinien. Vor und hinterdem Familienstreif ist eine Reihe mattbrauner Puncte.
Die blaßgrüne, gleichbreite, dicke, nur dünn- und kurzhaarige Raupe, die hinterdem Kopf und auf dem vorletzten Absatz einen deutlichen, gelben Halbring oder Halbmondin die Queere, und drey gelbe Rückenstreifen in die Länge hat, ist mit zahllosen, etwas er-habenen Tüppelchen besetzt, die im Alter vergehen; und sie unterscheidet sich von der nächst-vorhergehenden dadurch hauptsächlich, daß ihr der an jeden gelben Seicenstreif gränzendeschwarzgrüne Nebenstreif mangelt, den jene noch hat. Sie besitzt auch die Eigenschaft desMordens. Ihren dunkelgrünen Kopf nennt Fabricius blau, man weiß nicht warum.Sie tritt vor und nach der Mitte deö Juniuö ihre Verpuppung gewöhnlich in, zuweilenüber der Erde, jederzeit «,hne Gespinst, an. Die glänzende braune zweyspitzige Pupps-liegt 9 Monate, ehe sie zur Entwickelung reift. Sie ist nicht gut zu erziehen, weil sie nichttrocken liegen darf.
Aufenthalt. Die Eule zeigt sich in der Mitte des Märzes an Linden, wodie Raupe vom Monat May bis Juniuö lebt, die außerdem auch von Buchen, Pap-peln, Eichen und Ulmen sich nährt.
Anmerkung. Hier ist die mehr »ühliche als schädliche Ackerbeereule, Phal. Noct. Lepida,Brahm,, anzumerken, welche auf Forstunkräutern lebt, und in Borkhansens und DrahmsSchriften beschrieben, in den Scribaischen Beyträgen aber tab. ig. f. 7. in Abbildung dargelegtwird. Zhr Ausmaß enthält x Zoll r bis 4 Linien. Sie hat auf den fahlgrauen, undeutlichgezeichneten Vorderflügeln die beyden Narben undeutlich; hierauf den lichten, braunlichschat«tirten Familieustreif oder Linie; vor und auch hinter der Nierennarbe, welche sich im unternTheil schwarz färbt, h-t sie jedesmal eine Punctenreihe. Die Hinkerflügel sind weißlich mit«iner mattschwarzen Punctenreihe, weiche auch auf der eben so beschaffenen, und noch mit ei«