Band 
Zweyter Theil.
Seite
538
JPEG-Download
 

538

Zweyte Horde der Phalänm, die Eulen. Eilste Familie. '

zwey an der Wurzel stehenden tiefschwarzen Puncten an, und geht bis zur ersten Oueer-linie. Don da erstreckt sich das zweyte Feld, das die beyden ganz am Vorderrand stehen,den, bleichen Narben enthalt, bis zur zweyten Queerlmie. Die Ringnarbe ist von einertieffchwarzen, weiß gesäumten Figur eingeschlossen, die Linne ' und Fabricius einen Bogennennen, und die der erste mit einem Altgo-Hsichen Buchstaben, die Wiener Entomologenaber mit einem Hebräischen Nun verglichen haben. Zwischen dem Jnnenrand und der Nie,rennarbe steht vor der zweyten Linie noch ein cies,chwaczer, ebenfalls hell gesäumter Strich.

Das dritte Feld zieht stch bis zur dritten Linie, an die sicheln weißlicher Schatten an- !

schmiegt, und das vierte Feld, als das fchmalste, geht bis an die Franzen, die durch die j

dunkeln Puncte der Kerben ein etwas scheckiges Ansehen erhalten. Am Vorderrand sieht 1man zwey schwarze, starke, und näher nach der Spitze desselben Randes einige gelbliche jPuncte. Die sehr glänzenden grauen Hinterflügel haben einen unmerklichen Mittelpunct, \und hinter demselben zuweilen einen bleichen Bogen,ireif. Die bleichgraue, röthlich schat- ’tirte, und mit einem gemeinschaftlichen rvthlichen Bogenstreif bezeichnete Unterseite zeigtauf den Hinterflügeln gewöhnlich einen schwarze» MmUpunct, bey manchen meiner Stücke 'aM auch einen von der Mitte bis an die Wurzel reichenden schwarzen Länqsstnch; obgleichFabricius a. a. O. vielleicht durch einen Druckfehler angäbt, daß diese Seite der Hinter-fiügel einen weißen Punct hätte: posticae subtus puncto centrali albo. Durch diegekämmten Fühlhörner und einen Dvppeibart am After macht sich oas Männchen kennbar.

An jedem Gelenke der borstenförmigen Fühlhörner des Weibchens steht in feines Härchen.

Das übrige ganze Jnfect ist rothbraun, nur der Hinterleib etwas heller.

Die Raupe ist sanft gezeichnet, mattgrün, dick, aber vornenher abnehmend, mitunzähligen weißen Tüppelchen und drey gelblichweißen Rückenlinien, wovon die mittelstedicker ist, und mit einem schneeweißen Streif aus jeder Seite bezeichnet; und von ihrenunzähligen Tüppelchen nehmen sich auf jedem Ring zwey gelblichweiße am meisten aus;auch die Einschnitte sind etwas gelb. Der Kozrf verliert feine Puncte nach der letzten Häu-tung. Sie begiebt sich nach der Mitte des Junius (bey Knoch aber dmch esiie Perfpä.tung und Ausnahme zu Ende des Julius) in eine von ihrem Saft ausgekeimte Höhle zurVerwandlung in die Erde; unerachtet sie sich im Nothfall auch zwischen Blättern verpup.pen kann. Ihre braunrothe Puppe führt zwey Endspitzen, „no ruht gewöhnlich 9Monate.

Aufenthalt. Die Eule sieht man vom März an bis zur Mitte deö Aprils anZäunen, Gartenthüren, an den Stämmen der Eichen- und Lindenbäumc. Ihre im Mayund zu Anfang des Junius vorhandene Raupe nährt sich nach Knoch vom K le betraut(Galium aparine), Geißblatt und Weiden, nach Bwhm auch auf Eich en , Lin-den, Ulmen und mehreren Arten von Labekraut (Galiuni), bey mir aber auf Eichen,Heckenkirschen, Aepftln, Zwetschchen und auf Gras, desgleichen einstmalen 1787 auf derFeuerlilie (fällnin bulbiferum).

Anmerkung. Sie ist von P. N. Nun atrum Borkhausens TV. 495. verschieden, die, wiederselbe selbst S. 809. bezeugt! blos eine Varietät von P. N. C- nigrum Lin. ist.

132. Die