Band 
Zweyter Theil.
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Zweyte Horde der Phalänen, die Eulen. Eilfte Familie.

Die Raupe ist braun, mit drey hellen Rückenlinien, davon die mittelste rauken«förmige Abtheilungen hat, und jede zur Seite stehende mit schwarzen Flecken begränzc ist.

Ihr Bauch ist unter den Luftlöchern hellfarbig, und sie soll anfänglich zwischen zusammen. ,gesponnenen Blättern, zuletzt aber in den Riffen der Baumrinde wohnen. Ihre Verwand» jlung geschieht in der Erde.

Aufenthalt. Die Eule erscheint im JuniuS und Julius auf Weiden » undPappelstämmen, wo auch die Raupe sich nährt, jedoch in hiesigen Gegenden wenig ge-sehen wrrd. ^

Bemerkungen. i. Esper hat nach Längs in Augsburg Vorgang seine Corticea mit der Corti- •cea Vien. vereinigt; allein die Wiener haben in den Nachrichten von 1797 ihr Ypsilon und dieseEspersche Corticea für Ein Geschöpf erklärt, wie es auch schon Borkhausen vermuthete; wes-wegen man in dessen Naturgeschichte a. a. O. Seite ;oz. bey Corticee Esp, das Fragezeichenausstreichcn kann.

2. Borkhausen hatte anfänglich in Seriba's Beyträgen eine gewisse, von Espec tssi.

f. 1. als Scolopacina getaufte Eule unter dem Namen Nun atrum auf der Platte, und: i

Ypsilon im Text, bekannt gemacht; widerruft aber a. a. O. seiner Naturgeschichte S. 477. beydeBestimmungen, und gibt ihr den Namen: Hepatica ; wobey ich dann im Vorbeygehen bemer-ke , daß in den erwähnten Wiener Nachrichten diese leberbraune Eule zwar für ihre Hepatica er-klärt, dabey aber doch zu erkennen gegeben wird, daß die von ihnen weit später entdeckte wahreLinneische Hepatica eine ganz andere sey, welche ßch an die Familie der Gcradgestrichteu noch s

anschließe, und in Espers Wecke, wenigstens damals, noch nicht abgebildet gewesen. ;

3. Eine zur dritten Linie dieser Familie: mit schwarzen Puncten und gelben Hinterflügeln j

geordnete Art, die Sauerampfereule, Esi. Noct. Pronuba E., frißt nicht auf Weiden, jwie Gleditsch II. 51. angibt, sondern auf ganz andern Pflanzen, die nicht zu Bäumen undSträuchen gerechnet werden. ,

4. Ferner die eben zu dieser Linie gehörige Heidelbeereule, Psial. Noct. Myrtilli L.,Noctua Ericae Hut'uageäii, Sumpfheideneule, Eule an der Waldheide, Waldmotte, Stock» 'Händchen (bey Gladbach), die in den Linneische«, Wiener, Fabricius-, Borkhausen-, Gleditsch.

(I. 328.) und Röselscben Schriften IV. tab. n. fig. A. B. vorkommt, ist mehr nützlich, alsschädlich. Diese sehr niedliche, nur einen Zoll in der Flügelausbreikung messende Phaläne, istkammcückig und ihre bcäunlichrothen, wie Sammet ausjehenden Vorderflr'igcl haben einen weisen,beynahe dreyeckigen, und unter solchem noch einen wcißgrauen, verloschenen Fleck, am Hinter»rande eine doppeltgeschwcifte, gelbe ^.ueeriinie, und rothbraunc und weißgcscheckte Franz«».Ihre oranicnfarbigcn Hiuterflügcl haben eine breite, sammetschwarze Nandborde. Die grüne,blauköpfige Raupe hak 5 erhöhte, stumpfe, viereckige Spitzen, die nach außen zu weiß stnd, aufihren Ringen, wird im Zunius und Julius auf den Forstunkräutern: der Wald- und Sumpf-heide (Erica vulgaris et tetralix), schwarzen und Aumpfsscidelbeere, auch bey uns, allemal cberselten, gefunden, webt sich im Julius in ei» Gespinste ein, um sich im August als Phaianrzuentwickeln. S ch.

Zwölfte