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Dritte Horde der Phalanen, die Spanner. Erste Familie.
Kennzeichen der Art. Spanner. Blaß apfelg.ün, ins Weiße fallend;die Vorbeiflüge! haben zwey weiße Queerstreifen, wovon der letztere auch durch die Hin-terfiügel zieht. Das Männchen wird an seiner geringern Größe und braungefederten,weißgeschatteten Fühlhörnern kenntlich.
Raupe. Walzenförmig, dunkelbraun, ins Grüne gemischt, über. den Rückenund zur Seite zeigen sich weiße Verlorne Flecken, nebst schwärzlichen Strichen und Punctenin undeutlicher Zeichnung. Sie hat außer einem Paar. sehr unvollkommener Füße, zwölfvollkommene, wovon die Hintern länger sind.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Dieser schöne, sanft gefärbte Spanner hat ein Ausmaß von i Zoll 9 Linien, und dasMännchen drey Linien weniger. Alle 4 Flügel sind blaß- apfelgrün; die vorder» mit 2weißen, fast geraden Queerstreifen, davon der zweyte auch durch die Hinterfiügel läuft.Der Raum zwischen den Streifen ist graugrün, und an der Flügelspihe sieht man ein ro-thes Schrägsstrichelchen. Die Franzen, die Unterseite der Flügel und das ganze Insectist perlweiß; die Augen und die Federn an den Fühlhörnern des Männchens sind braun.
Ihre, nach der Ukberwinterung im März vorhandene Zoll lange, cylindrische,dunkelbraune Raupe, die ins Graue gemischt ist, hat über den Rücken, wie uns Espersagt, und zur Seiten weiße, Verlorne Flecken, nebst schwärzlichen Strichen und Punkteni» undeutlicher Zeichnung. Da das erste Paar der Bauchfüße kaum sichtbar, das zweyteäußerst kurz ist, und weiterhin nach hinten die Füße zunehmen.: so kann sie wohl nurzwölffüßig genannt werden. Da Herr Esper keine andere, als die zehnfüßigen füreigentliche Spanner ansieht, so ordnete er diese zu den Spinnern, und glaubte, sie sey vonder Margaritata Lin. verschieden, welches daher kam, daß Fabricius die Raupe an»ders beschreibt. Wenn sie sich nun ihrer Verwandlung nähert, so scharrt sie sich nicht tiefin die Erde, spinnt sich eine Höhle aus, und wird darinnen eine hellbraune Puppe, diesich in der ersten Generation in 2, längstens 3 Wochen, nämlich im April, und in derzweyten auch in so kurzer Zeit, nämlich nach BrahmS Angabe im Julius entwickelt.Doch braucht letzteres noch Bestätigung.
Aufenthalt. Der Spanner zeigt sichln vielen Deutschen Gegenden, aber im-mer sparsam, in den oben bemerkten Zeiträumen: bey uns aber gewöhnlich im Juniuö, inEichen- und gemischten Waldungen an Baumstämmen oder in Spalten, und stiegt, wenner ohne Fangnetz durchstochen werden soll, schnell davon. Man muß also das Netz ge-brauchen. Die Raupe weidet auf Eichen und Haynbucheu.
Anmerkungen. 1. Fabricius häkle die knochisckie Abbildung bey seiner Margamarsa-,, nichtaber bey der Bupleuraria TV. 2. 131. 4. nachweisen sollen; wodurch einer Vermenqung dieserArten vorgebeugt worden wäre.
2. Da wir noch einen Hagcbuchenspanner an der Pannaria , und einen Haynbli-chen spanner an der Larpinata haben: so mußte der gegenwärtige: Hornbaumfpannergenannt werden.
Z. Die Fabriciufischen Kennzeichen der Raupe seiner Margarisana sind: L'angleibig,zwölffüßig und bunr: mit 2 weißen Puncten auf dem letzten Ring, und zweytheUigeu Schwänze:aus Dirken und Hayudüchen.
iis- Der