6o 8 Dritte Horde der Phalänen, die Spanner. Erste Familie.
179 ' Der Eichstrauchspanner. Phalaena Geometra Honoraria , Vi en,Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Zimmetfarbiger, doppelrbraunstreisiger Spanner; gezähnter, zweystreifigerSpan.üer (Männchen); rochbraune, spitzwinkeliggezähute Spinnerphalärte (Weibchen); trüb«getdeother, doppeltstreifiger Spanner.
Phalaena Geometra Honoraria Wiener Nz. 315.
•— — Adsociaria Dorkhausen V. 78. 36. Weibchen.
— — Excisaiia Espe-r S Spanner t. 19, 5 . 5. Männchen; t. 33,
f. ia, W- — Im Text tu Honorifica abgeändert.
Kennzeichen der Art. Männchen. Die Flügel find spißwinkeliggezähnt,von braunrother Farbe, und mit feinen braunen Ständchen bestreut; die vorder» haben 2Queerstreifen, wovon die zweyte durch die Hinterfiügel zieht. Die Unterseite ist weißlich.Die Fühlhörner find sehr stark gekämmt.
Weibchen. Weit größer; die Flügel sind eben so gezähnt, bestäubt und vonblasser Zimmetfacbe; eben so sind die Queerstreifen gefärbt. Die Fühlhörner find ohneFedern.
Raupe. Zwölffüßig; zu beyden Seiten in die Länge mit kurzen Haaren beseht;auf der Oberfläche aschgrau; auf der untern bläulich ohne Flecken.
Sie ist noch nicht abgebildet.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnsectS.Dieser ansehnliche, in Gestalt und Habitus, nur nicht,im Flügelausschnitt, dem Hagebu«chenspanner, Pennaria, gleichende, nach den größten Stücken i Zoll ro Linien messendeSpanner hat spitzwinkelige, gezahnte Flügel. Durch die beym Männchen rothbraunen,beym Weibchen blaßzimmetfarbigen Vorderflügel ziehen 2 braune, fast gerade Queerstrei-fen, welche am Vocderrand etwas weiter, als am Hinterrand, von einander abstehen, undvon welchen der letztere auswärts weißlich angelegt ist; zwischen denselben stehe am Vorder«rand ein dunkles Queerstrichelchen. Durch die am Männchen röthlichen, am Weibchensehr blaßzimmetfarbigen Hinterfiügel zieht der zweyte gerade Queerstreifdurch. Die Un-terseite aller Flügel ist blaß mit undeutlichen Spuren von Streifen und Strichen. Dasganze Jnsect hat die Farbe der Vorderflügel, und die männlichen Fühlhörner sind so starkgekämmt wie bey der Pennaria. Das Männchen variirt mit einer lichteren, mehr inSRothgelbe fallenden Grundfarbe.
Diezwölffüßige Raupe ist zu beyden Seiten in die Lange mit kurzen Haaren be-seht, in ihrem Bau der Raupe des Hornbaumspannerö ähnlich. Das erste, oder welchesgleichviel ist, vorletzte Paar der Bauchfüße ist klein. Die Oberseite ist.aschgrau, die un-tere bläulich, jedoch ohne schwarz? Flecken. Die männliche Raupe mißt ij Zoll, dieweibliche um ein Doppeltes mehr. Sie ist zuerst durch Herrn Justiz Director Jung zuUssrheim, und nachher durch Herrn Obercaplan Lutz zu Gunzenhausen aufs neue entdeckt,und dem Hrn. Pr. Esper mitgetheilt worden, bey welch m sie am 28- September 179;in eine rochbraune Pappe mit einer doppelcgetheilcen Endfpitze sich verwandelte, in der
nach