624 Dritte Horde der Phalänen, die Spanser. Dritte Familie.
«nd ii.Rmg (bey den gewürfelten auch noch der 9. und 10.) haben ein jeder eine gelb.punctirke Queerreihe; auch hat der eilfre Ring beyder Varietäten zwey Warzen»spißen.
Beschreibung de.S vollkommenen und unvollkommenen Jnsecks.Dieser überall cauchhäarige, durch keine Schönheit ausgezeichnete, 1 Zoll 9 Linien messendeSpanner, dessen Männchen um 2 Linien weniger mißt, hat entweder schmutziggelbe oderunreinweiße Flügel mit schwärzlicher Bestäubung, deren sechs geschwungene, schmutzig»braune Queerreihen oder Streifen beym Weibchen undeutlicher, als beym Männchen sind.Die 2 ersten stehen dicht beysammen, darauf folgt ein einzelner, und zuletzt 3 dicht bey.fatnmen stehende, und eine breite Binde bildende Stressen. Die drey fast nicht gewelltenStreifen der Hinkerflügel sind blasser. Alle Flügel haben erhobene Flügeladern, einenschwarzen, mehr oder weniger sichtbaren Mittelpunct, und graue, schwarzgefleckke Fran.zen, die Hinterssügel sind aber vom Federstaub oder von Schuppen mehr entblößt. WenigExemplare haben am Hinterrand eine schwarze Punctenrcihe. Die gelbliche Unterseite istetwas bestaubt, aber nicht ganz so deutlich, wie die obere, gezeichnet. Der rauhe Vor.verleib ist wie die Flügel gefärbt und gesprengt; die Brust, die Füße und der Hinterleibrauh und blaßbraun, die Fußblätter aber geringelt. Die Fühlhörner sind am Männchenweiß. oder gelblichweißgeschaftet und schwarzgefiedert, mit nackter Spitze, am Weibchenschwarz und fadenförmig. Letzteres ist schmalfiügeliger und am After spitziger als dasMännchen.
Man sollte glauben, daß die sehr verschieden gezeichneten Raupen, daraus sichgegenwärtige Spannerphalänen entwickeln, zweyerley Arten liefern müßten: allein die Er.fahrung widerlegt diese Meynung. Diese Raupe ist walzenförmig, fast 2 Zoll lang, mitbeynahe rundem, schwarzpunctirtem und kurzbehaartem Kopf. Die eine Varietät ist baldbräunlichgrau, bald aschgrau, mit grauen Langslinien, einem bräunlichgrauen oder röth.lichgrauen Kopf, und gleichfarbigen Bauch, und Schwanzfüßen; an der Wurzel des Na«ckens oder ersten Ringes, dann am 4. bis zum n. Ring befindet sich jedesmal eingelbpuncrir-ter Queerstreif, wie auch am 1 1. zwey Warzenfpitzen. Diese Raupe bekömmt nach dervierten Häutung schwarze Würfelflecken, deren vier gewöhnlich kreuzweis auf jeder Seiteeines jeden Ringes stehen. Die andere Varietät ist der Grundfarbe nach dunkelroth, röth.lichgrau oder braungrau mit fleischfarbigen Langslinien, einem blaßrothen oder fieischfarbc.nen, gleichfalls punctirten Kopf und dergleichen Bauch, und Schwanzfüßen; an der Wur»zei oder an- Rand des Nackens, dann am 4. bis 8-, undam n. Ring zeigen sich ebensolche gelbpunckirte Queerstreifen, nebst zwey schwarzgefärbten Warzenfpitzen am eilfteu.Diese bekömmt keine Würfelfiecken. Jede Varietät wächst langsam, und hautet sich biszur Derpuppung viermal, welche zu Ende des Junius oder im Julius in der Erde, in einerbloßen Höhte oder Gespinst vor sich geht. Die kurze, dicke, schwarzbraune Puppe gleicht einerSpinnerpuppe, und hat, außer der Endspiße mit 2 krummen Häkchen, noch 2 Spitzen am leh.ten Bauchringe. Da sich die Phaläne in der Pappe noch vor dem Winter ausbildet, si> wirdsie dadurch in den Stand gesetzt, in den ersten gelinden Frühlingstagen zu Ende des März»der Anfang des Aprils nqch einer s monatlichen Ruhe sich sogleich entwickeln zu können.
Da