Band 
Dritter Theil.
Seite
625
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Dritte Horde der Phakänen/ die Spanner. Dritte Familie. 625

Da zeigt es sich dann, daß von der einen, wie von der andern Raupe sowohl einerleyMännchen als Weibchen herkommen.

Aufenthalt, Nahrung und Fortpflanzung. Der Spanner wird imMärz oder April an Baumstämmen, z. B. Linden, gesehen; dessen Raupe weidet im Maybis JuniuS oder Julius auf Pappelbäumen, Linden, Weiden , Ulmen, Kir.fchen, Birken, Apfel, Birnen, allem möglichen Steinobst, zumal der Linn?i--fchen Gattung Prunus und Mandeln. Auch ist sie in hiesiger Gegend auf Eichen,Wollweiden, Weißdorn, Geißblatt und Heckenkirschen (LoniceraXylo-steum) gefunden worden. Da6 befruchtete Weibchen legt im Frühjahr an die jungenTriebe obiger Bäume seine Eyer, die hochblaugrün und glänzend sind.

Anmerkungen, i) Man muß ftcJ> wundern, daß Fabricius sowohl die Abbildung im FrischXIII. tab. 5., als in Kl ee NI a nns Beyträgen a. a. O., noch immer, auch in den neuestenSchlitzen, bey der Atomaria nachweiset, wo er: male, d. t. übclgetroffen, beyfügt; da er siedoch als wohlgrtroffen bey der gegenwärtigen Phaläne anführen sollte. Wegen Frisch ist ereher zu entschuldigen, weil schon Linne' den Fehler beging, und den Frischischen Spanner we,-gen seiner geringen Größe für eine Atomaria ausgab.

,) Dorkhausen spricht a. a. O. Seite 185. von der Raupe, daß ste auch im August und Septem«ber vorhanden sey; allein selbst Spätlinge davon sind zu jener Zeit nicht mehr da. Es ist alsoein Druck« oder Schreibfehler.

z) Da Kleemann den Schaft der Fühlhörner am Männchen gelblichwciß mahlen wollte, illumi«nirte er aus Versehen die Fasern auch gelb, die doch schwarz bleiben sollten.

4) Wenn Goeze in seinen Eiuomol. Beyträgen, III. Band, z. Theil, S. z>>8. in der Note, vonihrer länger als 19 monatlichen Ruhe redet: so müßte dies etwa bey einer häuslichen Erziehungvorgekommen seyn, wie z. D. oben bey dem Heckendornspinner, P. B. Lanestris.

5) Zur bessern Entwickelung dieser Phaläne nahm Drahm im Herbst die Puppen aus der Erde.und brachte sie in «inen Topf, worin ein perennirendcs Gewächs mir Fleiß gepflanzt war, das ineinem kalten Zimmer des Winkers gehalten wurde. Dies verursachte, daß dir Erde fast immer hartgefroren blieb. Die aus dem Blumentopf im Februar herausgenommenen Puppen lebten zwo- nocholle; aber weil die Erd« darin durch Stubenwärme aufgebauet war, bewirkte diese allzu schleu«nige Veränderung der Temperatur natürlicher Weise in 8 Tagen ihren Tod. Indessen war »scheinePuppe im Topf zurück geblieben, welche die noch übrigen Tage des Winters in der freyen Luftausharren mußte; diese hatte ihr so wenig geschadet, daß sich vielmehr die Phaläne am rr. März,78; nach einigen heitern Tagen vollkommen entwickelte, und am Rand des Blumentopfes siz-zend angetroffen wurde. — Durch dieser Mittel erhielt Brahm in der Folge diese und andereArten, die viel Feuchtigkeit verlangen, glücklich und wohlgebildet, und brauchte nur die Vorsicht,»en Topf mit einem Flohr zu bedecken, um das Wegfliegen zu verhüten.

190 . Der Schwarzpappelspanner. Phalaena Mixtaria, Fab.

Namen und Schriften.

Pbalaena Mixtaria Fnb. Lnt. Supplement . 435. ».

Kewn-