627
Dritte Horde der Phalänen, die Spanner. Dritte Familie.
gen tab. 17. abgebildete, weit größere Alpmaria gleichsam im verjüngten Maßstabe vor.Die starkgerundeten, schmutzigweißen uno fein brauubesprengten Flügel sind wegen derdünnen Schuppen fast durchscheinend; die vorder» sind mir vier, etwas geschwungenenQueerstreiseu, die aus gehäuften Atomen enrstanden sind, besetzt. Die beyden mittlerenstehen naher beysammen; der Hintere aber, der dem dritten noch mehr genähert ist, endigtsich schon in der Mitte der Flügelbreite. Die Hinterflügel haben einen Queerstreif, seltendie Spur eines zweyten; und eine braune Linie umzieht den Hinterrand aller Flügel, derenFranzen schmutzigweiß und braungejcheckt sind. Der Kopf ist auf dem Scheitel rostfarbig.Die weißlichgeschafteten Fühlhörner sind mir schwarzen Kammfasern, doch aber nicht bisan die Spitze besitzt. Der rostfarbiggemischte Rücken ist nebst dem Halskragen schmutzig-weiß ; dieser ist nebst den Schulterdecken schwarz eingefaßt. Der schwarze Hinterleib istmir länger», weiß! chen Haaren gemischt, und hat rostfarbene Einschnitte. Daö Weib-chen hak statt der Flügel zwey weißliche Flügelansätze, die ein wenig mit Rostfarbe ge-mengt sind. Das ganze Jnsicc mit allen seinen Gliedern ist mit dem Männchen gleichfar-big, nur die fadenförmigen, schwarz, und weißgeringelten Fühlhörner ausgenommen. Esjst weit mehr und stärker behaart, als unsere nächstfolgende Art.
Ihre Raupe soll einen rothgelben Kopf, und einen bald dunkel-, bald heller,weifigrauen Leib haben : die Ringe sind mit kleinern und mit größern Spitzen und Dornenbesitzt, die zuweilen auf röthlichgelben Makeln stehen. Sie kriecht zur Verwandlung indie Erde, oder macht sich ein Blättergewcbe, um in den Puppenstand zu treten, den sie erstim Frühjahr, ehe die Bäume Blätter bekommen, verläßt.
Aufenthalt und Nahrung. Der Spanner wohnt nach Hübner in derUkräne, und nur selten in Deutschland , dessen Raupe (nicht aber das vollkommene In.sect) von Esper und Bork hausen mit der nachfolgenden Raupe vermengt werden,und auf allerley Obstbäumen, Eichen und Scl'warz buchen sich nährt.
Anmerkung. Der hieher gehörige, im April bey Maynz und in andern Gegenden erscheinendeGarbenkraurspanner, Ph. Geom. Zonaria, Vienn., D 0 rkh a usens , Br a hms,Schwarz (tab. y. 6°. 1— 6 . mit Raupe) Bombyx Zona , Fab., dessen schwarzgrundirteVorderfiügel einen breiten, weißen Scklcyer haben, worin am Vorderrand ein schwarzer Flecksteht, und hinter dem Schleyer r weiße Bandstreifen vorkommen; der weißliche, zweymal schwarz»bandirte Hinterflügel, und einen durchaus rvthgeringeltcn Hmterleib hat, kömmt nebst feinemflügellosen Weibchen aus einer grünlichledcrgelben, mit weißen Ringen geschmückten, auf der Schaf-garbe (Achillea millefolium), desgleichen auf Quecken und Wiesentalbcy, in> May und Zun uslebenden Raupe, und scheint in dieser Rücksicht kein Forstinssct zu seyn. Er muß aber deshalbberührt werden, weil die Raupe bey Hrn. Amtmann Schwarz keine andere Nahrungspflanze,als Geißblatt (Lonicera caprifolium) annehme» wollte. Sollte dies nickt Abweichung v»nder Regel seyn: so müßte diese Art doch den Forstinsecten einigermaßen beygezählt werden.
192. Der Birnspanner. Phalaena Geometra Pilosaria, Vien.
Namen, Schriften und Nachweisnng der Abbildung.
Ellernbirkenspanner, stark behaarter aschgrauer Spanner, aschgrauer Spannermit stark gefiederten Fühlhörnern.
Llll Pha*