Band 
Dritter Theil.
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Dritte Horde der Phalänen/ die Spanner. Dritte Familie. 62 y

trett; dem gleichfarbigen Hinterleib fehlen die zottigm Haare, dagegen hat er schwarze E n.schnitte u> d einen rosenfarbenen Schatten, der by frischen Exemplaren niemalsfehlc. Der zarte Schaft der Fühlhörner ist schwarz, und weißgeringelt; die noch zarteren,aber sehr verlängerten Settenfasern find fchwarzbraun. Das ungeflügelce Weibchen hatmit dem Körper des Männchens gleiche Falbe; aber der Vorde>leib ist nicht zocrig, undder Hmcerlerb hat auf der Oberseite nichts RosenfarbigeS. Füße und Fühlhörner ßndbraun- und weißgcringelt. Bey dunkeln Stücken, dergleichen das Eiperfche ist, wird dieweiße Grundfarbe von Braun verdrängt, wiewohl in der Illumination der sonst wohlge-kroffenen Abbildung mehr eine hellgelbllchgraue die herrschende lst. Der röthliche Schim-mer des Hinterleibes und das Graugrünliche der Vorderflüyel werden in Abbildungenschwer zu treffen seyn. Er ist von der Alpinaria in Scriba'ö Beyträgen dadurch unterschie-den, daß unserer vier Linien breiter im Ausmaß ist, daß die Queerstreifen bey unserm nichtso regelmäßig ßnd; ferner, daß das Weibchen von unserm nicht so zottig behaart, und dieRaupen von beyden völlig verschieden sind.

Die gegenwärtige Raupe ist walzenförmig, braungrau, zuweilen schwärzlich,fast allezeit mit schiefvicreckigen Flecken besetzt, worauf größere und kleinere Dornspitzen ste.her-, die zuweilen an den Spitzen goldgelb sind. Der fünfte sowohl als sechste Ring hateine starke Zeichnung. Der runde, oben eingeschnittene Kopf ist grau und braun gemischt,und der erste Ring gelb eingefaßt. Bey den hellaschgrauen Spielarten findet sich nichtsGoldgelbes. Ee gibt auch gelbfarbige. Ihre Verwandlung geschieht zu Anfang, Mitteoder Ende des IuniuS in einer nicht ausgefponnenen Erdhöhle, wo die vornen stumpfe,hinten zugespitzte Puppe bis zur ersten oder zweyten Februarwoche, also 7! bis 8L Mo-nace zu ruhen pflegt.

A u fe n t l) a l t. Der bey uns und überall einheimische Spanner zeigt sich, wie ge-sagt, im Februar , Spätlinge noch im März, und seine Raupe weidet im May und Iu-Nlus (später niche) auf Eichen, Schlehen, Haynbuchen (Carp. betulus),Weißdorn, Haseln, Zwe c scbchen, Pfirschen, Birnen und allen Obstsor-ten, desgleichen Johan nisbeer, und nach Fabricius auch auf Erlen bäumen.

Anmerkungen, i) Er ist von der gleichnamigen Peäari» des Brahms und wieder von ?lu>maria Vienn. verschieden; daher die Bescher des Esperschen Werks im Text bey demselbenalle Nachweisungen, z. D. Plumaria Vienn., Roiaria Fab. et Borkhaus., ausffreichenkönnen.

2) In der Voraussetzung, daß die Hüönersche Pomonaria ,'n Franke» und bey Darm«stadt eine gewöhnlich einheimische sey, welches doch nicht ist, wurde von Herrn Esper undBorkhausen, indem ste die Raupe der Pomcrnaria beschreiben wollten, unsere überall ein»heimische Raupe der Pilosaria beschrieben, zumal sich beyde ziemlich ähneln.

3) Da dieselbe zwar leicht zur Verpuppung, schwer aber zur Enrwickekunq zu bringen ist; so be-dient man sich des oben bey dem Kirschenspanner, Hirtarla, beygebrachten Brah mischenKunstgriffs in Ansehung der Puppen.

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