Band 
Dritter Theil.
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Dritte Horde der Phalänen, die Spanner. Vierte Familie. 6z y

um den leib, und wurde mir (Scharfenberg) in den beyden Jahren 1782 und 1781 in»Hannoverischen zu Theil, wo sie zu Ende des Mays und Anfang des Junius ihre völlig«Größe erreicht, und sich in der Schachtel ohne Gespinst und ohne Erde verpuppte. DiePuppenruhe dauerte gemeiniglich nur 16 bis 18 Tage. Und bey alle den Spannern,deren Puppenruhe kurz wahrt, mislingt die Erziehung selten.

Aufenthalt. Der Spanner kömmt zwischen der Mitte und dem Ende desJunius zum Vorschein, und seine Raupe weidet auf Schlehen im May. Ob aber 2 Genera-tionen vorhanden sind, und was Efper von der Raupe anführt, gegründet sey, kann ich nichtsagen, weil ich zu der Zeit dessen Tafeln vor mir hatte, als der Text dazu noch nicht ganzgeliefert worden. Uebrigens ist die Zeichnung ziemlich kenntlich, nur die Illuminationnicht fehkerfrey; denn das Männchen dürfte nichts Gelbliches, und das Weibchen nichtsRöthliches haben; wenigstens haben die natürlichen Stücke von beyden keine Spur davon,indem sie nur auf einem weißgrauen Grunde mattbraune Züge führen. — Bey dieser Ge-legenheit bemerken wir noch, daß die darauf folgende Espersche Taf. 40. Fig. 5. 6. mitAlchemillaria m. et f. unterschrieben, eigentlich 2 Insecten sind, wovon man Fig. z.nicht kennt, Fig. 6. aber ist die Linariata Fabr, et Vien., Linariaria B orkh.

200. Der Rheinfarrenspanner. Phalaena Geometra Pascuaria, Brahm.

Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Wiesenspanner, Graunebeliger, ringleibiger Spanner (nach den Wienern).

Phalaena Geometra Pascuaria Brahm II. 120. 59.

— — — Borkhaus. V. i;y. 64.

— — Cinctaria Wiener Vz. xoi. 6?

— — Pascuaria Schwarz Bcytr. r. 4. s. 5 — 7.

— — Secundaria gfper V. t. 39. f. 7 — 9. Weibchen mit Raupe

und t. 40. f. 1. 2. Männchen k.

Kennzeichen der Art. Spanner. Die Flügel sind alle weißlich, undschwarzbraun bestaubt, mit einem weißen, fchwarzgeringelten Halbmöndchen; die vordemhaben eine schwarze Bogenbinde, und eine schwarze, weißgejaumte, gebogene Wellenlinie,welche nebst der darauf folgenden weißen Wellenlinie nahe am Hinterrand durch die Flügelzieht. Um die ersten Ringe sind 2 schwarze, ihn auszeichnende Gürtel, unddie Fühlhörner des Männchens sind gefedert, mit nackter Spihe.

Raupe. Meine war grüngestreift. Efper beschreibt sie als braun mit drey wei-ßen Raukenflecken, und deutlichen schwarzen Linien.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Dieser Spanner, von welchem Brahm die erste Beschreibung, und Schwarz die ersteAbbildung geliefert haben, ist von veränderlicher Größe, und mißt gewöhnlich nach männ-lichen Stücken i Zoll und 4 Linien, und nach weiblichen 2 Linien weniger, also gegen diesonstige Regel. Seine Flügel sind weißlich mit schwarzbrauner Bestäubung, oft wie miteinem Flohr überzogen, und mit einem weißen, schwarzumzogenen Halbmöndchen; dievordem haben zwey schwarze Bogenstreifen, die zuweilen in eine Binde zusammenfließen.