640 Dritte Horde der Phakänen, die Spanner. Vierte Familie.
und jenseits des Mittelmöndchens eine schwarze, weißzesaumte, gebogene Wellenlinie, welchenebst der darauf folgenden weißen Wellenlinie nahe am Hinterrand durch die Hii.tccflügelzieht. An die scheckigen Franzen schließt sich eine Punctenreihe an. Unten sind alle Flügelweißzrau mit feiner Bestäubung oder Atomen, blassen Strichelchen -und durchscheinendemHalbmöndchen. Die Fühlhörner des Männchens haben einen scheckigen Schaft nur nackterSpitze und schwarzen Kammfastrn, die des Weibchens sirib fadenförmig. Kopf und Vor-derleib sind mit den Vorderflügeln gleichfarbig, und der Hatskcazen ist schwarz eingefaßt.Am Hinterleib befindet sich das Auszeichnende, daß die zwey ersten schwarzen Ringe einmGürtel bilden, und die übrigen Ringe sind nur an den Einschnitten schwarz. Das Vtänii-chen hat am After ein Büschelchen. Bey dunkeln Varietäten bemerkt nian noch 2bis 3 verloschene, rostfarbige Schattenbinden, die sich du>ch alle Flügel ziehen. MancheVarietäten sind weniger bestäubt, und andern fehlt das Halbmöndchen auf den Hinrerflü-geln. Bey hiesigen Exemplaren verbreitet sich von der Ftügelspitze an, nach dem. Halbmond«chen Hin ein heller Schein, der von einem starken Schatten begleitet wird.
Die Esperfche Raupe war braun, mit 3 weißen Rautcnflecken, und detitlichen,schwarzen Linien. Uns ist sie nur einmal, und zwar als grüngesireist, vorgekommen.
Aufenthalt. Der Spanner zeigt sich zu Ende des März bis zur Mitte desAprils auf Wiesen, wo er sich auch zuweilen in unsere Wohnungen verirrt. Die Raupehat sich einstmalen hieraus dem Rhernfarren und der Wucherblume (Taiiacetum vulgareL. unö ChryXanthemum) gezeigt, und darauf sich genährt; die Esperfche soll sichauf der Föhre nähren. Bestätigt sich dieses, daß sie sowohl von niedern Pflanzen alsvon Nadelholz lebt: so bleibt sie ein Forstinstct. Auch fehlt uns noch die Entscheidung,ob die Hübnersche und Wiener Secundaria, wie Esper glaubt, hierher gehöre,oder ob oben mit Recht die Cinctaria Vien. nachgewiesen worden ist.
201. Der Hangelwei den spann er. Phalaena Geometra Biundularia,
Borkliauü
Namen. Sckeriften und Nachweisung der Abbildung.tPlialaena Geometra Bi-undularia D 0 l' kh a Ut. "V. 162. 65.
— — Bifloitata Goeje Enremol. Bcylr. Hl. S. 4Z8.
DegcerS Abhandlungen II. 1. S. zzo.
'Kennzeichen der Art. Spanner. Die Flügel sind aschgrau, alle mitschrvarzen Aromen bestreut und einem sck)warzen Minelpurwt bezeichnet; vor demselben ziehtnur Eine, und hinter dem Mittelpunkt mehrere, theils Zackenlinien, theils iLchacteustrei«fen durch; einer dersi lben nimmt 2 weiße Puncte auf, die doch zuweilen fehtin. Die Fühl-hörner des Manncbens sind nur unbedeutend gekämmt.
Raupe. Don sehr abweichender Farbe, bald grün, bald grau oder gelb abgeän-dert, mir 2 Rückcnstreifcn, davon jeder aus 2 Linien besteht; i» der Mitte des Rückens sind3 bis 4 braune Schuppensiecken, und vor der Schwanzklappe ein kleiner Höcker.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnfects.Dieser beym ersten Anblick mit denr Psirlchcnblüthknospenspanner, Gemmaria, sowohl