646 Dritte Horde der Phalanen, die Spanner. Fünfte Familie.
zuweilen mit dunkeln Aromen bestreut, oder wolkig schatkirt. Die ausgeschweiften Bok«derfiügel haben einen dunkeln Punct zwischen 2 ziemlich geraden gleichfarbigen Srruftn,wovon der letzte auf der Außenseite lcichc ang legt »st. Ein vorzüglich aus zeichuenves Merk.* mal vor andern ist der auf beyden Seiten der Flügelspitze b findliche weifte Punct, der zu«weilen schwarz eingefaßt ist. Die blassen Hinterstügel paben einen dunkeln geraden Queer«streif, und vor demselben einen dunkeln Punct. Die Unterseite aller Flügel ist blasser, zu.weilen mit Gelb gemischt, und mehr oder weniger brauubesprengr, mit einem Mittelpunkt undden Spuren eines geraden Queerstreifs und eines Bogenstrichs, der sich hinter jenen an.schließt. DuS ganze Jnsct hat die Farbe der Vorderflügel, u»d die Fühlhörner sind ander Wurzel weißlich; am Männchen stark, braungekammt, und der Rücken ist stark be»haart. Das Weibchen ist blasser, gemeiniglich hellzimimtfarbrg und braunbestäubt,und gegen die sonstige Regel kleiner als das Männchen.
Die große, glatte, dicke, graue, ins Zimmetfarbige fallende Raupe hat aufdem eilften Glied oben 2 kleine Warzen, und ist im JuniuS ausgewachsen. Bey mir(Scharfenbcrg) verpuppte sie sich 1784 am 6 . Juniuö in der Erde, um nach einer viermo.»tätlichen Ruhe am 29. October desselben Jahres sich zu entwickeln. Eine andere enlwik-kelte sich nach kürzerer Ruhe schon am 2. October.
Aufenthalt. Der Spanner erscheint im besagten Monat, und seine Raupelebt nicht nur auf Haynbuchen, sondern auch auf Linden und Schlehen, bey unsaber auf Eichen. Hr. Borkhausen fand eine überwinterte Puppe im Frühjahr unterdem Mooß, und Hr. Esper nimmt 2 Generationen an, wovon die zweyte im Septem«ber Phaläne werde: ob dies alles Ausnahme von der Regel fe* muß künftig entschiedenwerden.
Anmerkungen. >) Der im Zulius fliegende Wegetrittfpanner, Ph. Geom. PurpurariaLin., der in den Linne'ische», Wiener, Fa briciusischen, Borkhausens, Gle»bitschens (t. ;i8.) und Espers Schriften (Spanner 1.31.f.x. n.bst Varietäten) unter diesenNamen und als Purpurling vorkömmt, beynahe i Zoll mißt, grüngelbe Vorderflügel und gold-gelbe Hinterflügel mit purpurrolhen Kränzen hat, davon die Vorderflügel vornen einen Dogen-streif, und hinten einen geraden, zuweilen sehr breiten Queersireif, b-'yde von Purpurfarbe, ha-ben, entwickelt sich aus einer grünen Raupe, mit braunem Rücken, über welchem sich eine bleicheLinie herzieht. Dieselbe lebt noch den Wienern auf dem Vogclwcaetritt (Polionum avi-culare). Daß sie aber nach Linne' und Fabricius sich von Eichen und Selch hensirauchcirnähren soll, scheint, so fern eS sich nicht bestätigt hat, entweder Abweichung von der Regel oder«in Verstoß zu seyn.
2) Der Fauihoizspanner, Pha!. Lignaria FaTi. Entomol. ITT. 2. 160. n. in., welcher ge-kämmte Fühlhörner, und auf allen seinen schwärzlichen Flügeln viele graue C trcrfen führt, sollaus einer schwanen Raupe enistehen, deren 4 Rückenlinien aus lauter schwarzen Puncicn sichbilden, und die sich nach Hr». Romanus Zeugnisse vom faulen Holze nährt. DiesesÜmiiandes wegen war »r nöthig, sie hier zu berühren.
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