Band 
Dritter Theil.
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Dritte Horde der Phalanm, die Spanner. Sechste Famlkk.

Sechste Familie.

Astraupen. Zackenflügelige Spanner.

Diese Raupen gleichen Aestchen, nicht nur an der Farbe und Länge de6 Leibes,sondern auch an gewissen Auswüchsen, Warzen oder Spitzen. Sie sind geschmeidiger ge-gen den Kopf, der heroorragend und zugleich breikgedrückt ist. Die Verwandlunggeschieht über der Erde, meistens zwischen Blattern in einem engen Gewebe. Die Span-ner haben zackige, ungleich ausgezahnte oder ausgeschweifte Flügel, und tragen sie in derRuhe fast nach Art der Tagjchmetterlinge, ein wenig zusammen geneigt; darum auch dieUnterseite der Flügel lebhaft gefärbt ist.

Weniger schädliche.

205. Dtk Hollttnderspanner. Phalaena Geometra Sambucaria, Liri.

Namen, Schriften und Nachwcifung der Abbildung.

Spitzschwan;, Schwanzmesser (der Flüge! wegen), gelbliche Fliedermotte, Hoklun-dernachtfalrer, Schwanzeck, Oranienspitze, Wildfang (beym Gesenius), schwefelgelbeSchwanzphaläne, Nachtmancille, großer Citronenspanner.

Phalaena Geometra Sambucaria I* in. S60. 203. Müller 705.203.

— — — Wien e r Vr. 103. 1.

Phalaena — Fa b. Fnt. III. 2. 134, 19.

Phal. Geom. — ' B 0 rkh a us. V. 80. 37.

— — — Bra bm ll. 351. 234.

— — — Miedilsck Forsim. >l. 253.

— — . — Espers Spanner r. 8. vom Ey an.

S epps Niederiand. Jnsect. I. 6. tab. I. Vlier-Vlinder, vom Ey an.

Rösel I. z. Cl. r. 6. Weibcken, mit Raupe; wo besonders a. b. c. neue, hinz«gekommene Zeichnungen sind.

Kennzeichen der Art. Spanner. Sehr groß, mit schwefelgelben Flü-geln, die mir grünbraunen Strichelchen besprengt sind: die »ordern sind sichelförmig gespitzt,die Hintern geschwänzt; erstere haben 2, letztere einen grünlichbraunen Queerstreif. DieFühlhörner des Männchens sind gekämmt.

Raupe. Von veränderlicher Farbe, bald hell-, bald dunkelbraun rc., mit vie-len dunkelbraunen Langöstreifen bezeichnet; der Kopf ist klein, die Ringe ungleich; auf dem6., 7. und 8. steht in jeder Seite ein knotiger Höcker (Rösel a. a. Ö. fig. b. c.).

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnsectS.Dieser größte unter den bekannten Spannern mißt Zoll, und jeder Vorderflügel 1 Zoll2 Linien, aber das Männchen ist etwas kleiner. Von feinen schwefelgelben, mit grünlich-braunen Strichelchen besprengten Flügeln sind die »ordern sichelförmig gespitzt, die Hinterngeschwänzt oder scharf zugeschnitten; erstere haben 2, letztere 1 grünlichbraunen Queerßreis,welcher eine Fortsetzung des ersten der Vorderflügel ist. An den Hinterflügeln ist dasGelbe nach dem Vorderrand zu ins Weißliche vertrieben, und am Hinterrand 2 schwarzeMondflecken zu sehen, um welche sich ein Theil der Franzen oraniengelb färbt. Die Unter-