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Dritte Horde der Phalönen, die Spanner. Siebente Familie.
Kennzeichen der Art. Spanner. Die breiten Flügel sind entwederweißgrau oder hcllafchgrau, mit dunkler Bestäubung, und mit 4 abgekürzten schwarzenQueerstreifen von ungleicher Länge, wovon der zweyte die Gestalt eines V hat.
Raupe. Bläulichgrün, mit schwarzen behaarten Puncten chagrinirt, und miteiner zarten, dunkeln Längölinie, dje an den Seiten weißgesäumt ist, desgleichen in jederSeite mit einer dergleichen hellgelben breiten gestreift.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnfectS.Dieser i Zoll, 3 bis 4 Linien messende kleine Spanner, davon jeder Vorderflügel 74 Linielang ist, hat weißgraue oder auch hellaschgraue, mit dunklern Atomen bestreute Flügel,durch deren Anhäufung am Hinterrand ein dunkler Schatten entsteht. Durch denselbenschlängelt sich eine weiße Linie hindurch. Von vier abgekürzten Streifen des Vorder-rands ist der zweyte, der durch seine einwärts winklige Neigung ein V bildet, länger,und der vierte (der nämlich unweit der Flügelspitze steht,) breiter, als die übrigen.Unten haben die braungrau bestäubten Flügel auf gelbgrauem Grund ein marmorirtesAnsehen, so daß die abgekürzten Streifen verloschen durchleuchten.
Die im JuniuS erwachsene, 1 Zoll lange Raupe ist bläulichgrün und schön,mit 5 Längslinien, davon die mittelste zart und dunkel ist, daran an jeder Seite sich einenoch zärtere, weiße anschließt, und darauf eine hellgelbe breite in den Seiten folgt. FeineHärchen stehen auf den erhabenen schwarzen Pünctchen, wodurch die Haut des Körpersund des grünlichbcaunen, glänzenden Kopfs chagrinirt ist. Die braunen Brustfüße undgrünen übrigen Füße sind eben so punctirt. Zu ihrer Verwandlung, wo sie sich roth-braun färbt, baut sie sich unter Gesträuchen, oder nahe unter der Oberfläche der Erdeein dünnes Gewebe, um darin eine kleine rothbraune Puppe mit einer kurzen Schwanz-spitze zu werden. Ihre Entwickelung erfolgt in 2 bis 3 Wochen.
Aufenthalt und Nahrung. Dieser sehr gemeine Spanner zeigt sich zuEnde des Junius und im Julius an Johannis- und Stachelbeerhecken, anwelchen im May und Junius die Larve vorher lebt. Herr Sepp in Amsterdam hatbeobachtet, daß die Eyer einzeln in sehr zerstreuter Lage an die Aeste und Stämme derJohannisbeerstauden abgefetzt wurden. Dies ist für die Raupen gut, die sonst wegen desfrühen Abfallens des Laubes zu Grunde gehen würden. Die Raupe schlägt, wenn mansie abnimmt, mit dem Vorderlcib sehr um sich. Als Ausnahme von der Regel ist derSchmetterling schon zu Ende des Maymonakö gesehen worden.
Anmerkungen, i. Der hieher gehörige, ziemlich gemeine Zaunliliensp anner, der als Phal.Geom. Immorata L. Zauderer, Erdmotle, in den Linneischen, Wiener», Fabricius-, Bork-hansenschen (V. 232. n. 100) Schriften, als Peltuearia bey D r a hm, als Grammata dcsHufna-gels im Naturforscher IX. vorkommt und eilf Linien mißt, hat gelblichgraue, oder auch grün-lichgraue, schwarzbestäubtc Flügel, mit 6 weißlichen Zackenlinien, darunter eine mittlere sichvorzüglich ausnimmt, die hinterlle aber am meisten geschlängelt ist, so daß es scheint, als wenn