Band 
Dritter Theil.
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Dritte Horde der Phalanen, die Spanner. Zehnte Familie.

dann die Eichen bis in die Mitte des Junius dürr stehen mußten. In Norden hattesie, zehn Jahre lang bey Stockholm alle Obstbäume verheert. Degeer meldet ihren Scha-den in der Provinz Upland, wo die klialaeira Neustria und Dispar nicht sind. Auchin vielen Gegenden Deutschlands . hat man in dem letzten Jahrzehend ihrenthalben keineObsterndte gehabt.

Mittel dagegen. i) In Beziehung auf die Raupe. Das nachfolgendeMittel wird im Reichsanzciger 1794 n. 54. vorgeschlagen. Die Raupen halten sich zwi-schen den Blättern verborgen. Nach Sonnenuntergang aber kommen sie jedesmal, wenndie Witterung nicht allzu rauh ist, zwischen 8 — n Uhr aus ihrem Hinterhalt, um ihreHaupt-Mahlzeit zu halten. Zu der Zeit liegen sie ganz lose auf den Blättern, an denensie fressen. Man legt also Laken oder Plane um den Baum rings herum, und so daß sieetwas weiter reichen, als die Aeste, auch kein unbedeckter Raum zwischen ihnen ist.Dann läßt man den Baum, oder wenn er zu stark ist, die einzelnen Aeste so lange schütteln,bis keine Raupen mehr herunter fallen. Ist man mit einem Baume fertig, so kehrt mandie Raupen zusammen, und wirft sie in ein Gefäß mit Wasser. So reinigt man Baumfür Baum, und wiederhohlt nach 2, z Tagen diese Operation, deren guter Erfolg dadurchbefördert zu werden scheint, wenn man während deö Schüttelnö Fackeln oder hellleuchtendeLaternen in den Baum hinein hält.

Ein anderes Mittel, das hiehergehört, besteht in starken Ameisenhaufen, be-sonders von der großen Waldameise. Diese werden in einen Sack an einen Ast des leiden-den Baums gehängt, an den man vorher ein starkes Theerband gelegt hat, damit, wenndie Ameisen herauslaufen und sich über den Baum vertheilen, sie nicht entfiiehen, sondernauf dem Baum zurückgehalten werden, um sich über die Raupen herzumachen und in we-nig Tagen zu todten. Dieses Mittel kann auch bey andern Raupen mit gutem Erfolgangewendet werden. Man braucht auch das Mittel, welches wir sogleich bey der Vertil-gung des vollkommenen Jnsectö im Herbst naher beschreiben wollen, schon gegen die Rau-pen, damit die, welche von andcrnHecken auf tzie Obstbaume kriechen wollen, abgehaltenwerden.

Das leichteste und einfachste Mittel mag aber wohl folgendes fern. Man nehmeGyps, stoße ihn klein und vermische ihn mit Wasser zu einer siüssgen Masse; so bald nunim Frühjahr die Bäume Knospen zu treiben beginnen, so besprenge man diese mit derMasse. Zwey Arbeiter können in 6 Stunden £ Acker dkchcstehender Bäume befriedi-gen. Dieß Mittel ist ganz unschädlich, und die Räupchen ste-ben gewiß.

2) In Beziehung auf die Puppe. Es ist sehr gut, wenn zu der Zeit, da dieRaupen sich herab begeben, das Gras um die Baume und in den Gärten schon abgebrachtist. Dann kann man den Garten wässern, oder wo man dies nicht thun kann, das Landum die Bäume mit verdünnter Jauche, worein man Asche, Kalk und dergleichen geworfenhat, reichlich tränken. Durch diese Nässe, die noch überdies mit alcalischen Theilen an-gefüllt ist, gehen viele Puppen und Raupen zu Grunde.

3) In Beziehung auf die Schmetterlinge selbst. Man nimmt zur Flug.zeit des Spanners, im October, November und December eine oder anderthalb Hand

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