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Dritte Horde der Phalanen, die Spanner. Dreyzehnte Familie.
Hinterleib gar schön schwarz gefleckt und marmorirt. Bey Varietäten hat die weiße Grund-farbe etwas Röthliches. ...... .,. r
Die im August und September vorhandene kleine Raupe ist überall von gleicherDicke, und grünlichgelb mit einer dunkeln Rückenlinie; Kopf und Brustfüße sind grün,die Bauch - und Schwanzfüße gelb. Sie verwandelt sich in Baumritzen oder unter Blat-tern auf der Erde in einem weißlichen Gewebe in eine an den Flügelscheiden grüne, übri-gens aber gelblichrothe Puppe, welche 8 Monate (bey mir (Scharfenberg) vom i7.Sep.tember 1790 bis zo. Junius 1791, also 9^ Monate) ruht.
A u fe n t h a l t und Nahrung. Der Spanner zeigt sich zu Ende des Mays oderim Junius in Gärten, an Gartenhäusern und Thüren u.s.w., und ruht mit ausgebreitetenFlügeln. Die Raupe wird vom Julius bis September auf allerley Kern- und Stein,ob st.Bäumen, diejenigen aber, die ich zog, auf der Sca b Losen blü the gefunden,worüber ich mich wunderte.
Anmerkungen, r) Es ist unbegreiflich, wie die Wiener, die das Röselsche Werk hatten, beyihrer Succenturiata , die der Phaläne wegen nicht zur zehnten, sondern zur gegenwärtigen Fa«mitte gehört, die Raupe als unbekannt angeben konnten, vielleicht weil ihnen diesmal die Rö»se l sche Abbildung kein Genüge that, oder weil sie einer andern Phaläne diesen Namen bey-legten.
2) FrischenS Spannenmesscr auf Till gehört nicht hierher, obgleich Mehrere, z. D. Goeze,solchen bey unserm nachweisen.
3) Der Meerrettigspanner, Ph. G. Fluctuata L in. , Fad., soll nach Fad. Fnt. ItT. 2.185. auf Gartenobst wohnen; allem es verhält sich nicht also, sondern es ist blos Abweichungvon der Regel, wenn man dir Raupe ganz zarte Pflaumcnblatter benagen steht.
Zweyte Linie. Die Queerflecken sind am Hinterrand.
Anmerkang. Der hierher gehörige, 1 Zoll 4 Linien, bisweilen 2 Linien weniger messende, schöneH imbeer spanner, Fdal. Geom. Albiciliata Lin., ist mehr nützlich als schädlich, undkömmt in den Linnepischen, Müller-, Wiener, Fabriciufischen, Füeßly-, Goc-ze-. Lang« und Knochischen Schriften (T. t. 2. 5 . 8. Raupe) und im NaturforscherXIII. t. 3. f. 7. unter obigem Namen und als Fdal. Veüalis Walchii, desgleichen als Weiß-feld, Weißger, weißer Schleyer, wcißbaudiger Nachtfalter vor. Die Flügel stnd sämmtlichmilchweiß; die abgerundeten vordem haben eine breite caffeebraune, durch stahlblaue Linien ge-wässerte, buchtige Wurzclbindk, und einen eben so gefärbten und gewasserten Fleck am Vorder«rand in der Nähe der Flügelspitze; von da aus läuft eine subtile, braune Zackenlinie durch alleFlügel. Dahinter ist eine Reihe von blaugramm Queerflecken, wodurch stch eine weißliche Linieschlängest. Diese Queerflecken verfließen auf den Hinterflügcln zusammen, um eine Litur odereinen Saum zu bilden. Zwischen demselben und den grauen (an den Hinteiflügeln gescheckten)Franzen ist die Einfassungslinie, statt schwarz zu seyn, bey dieser einzigen Art, zumal beymWeibchen, ganz weiß. Daher der lateinische Name: Albiciliata , weißgefranzt, d. i. anden Franzen weißiiniert, herrührt, der durch einen fortgepflanzte.'. Druckfehler bey allen Auto,ren in Albiciliata verwandelt worden. Die Vordertheile des Körpers sind eaffeebraun, der Hin-terleib etwas weiß.