Band 
Dritter Theil.
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738
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733 Dritte Hoü>e der Phalänen, dle Spanner. Dreyzehnre Familie.

sich zusammenfließenden Tropfen und Makeln, wovon ein größerer am Vorderrand sichauszeichnet. Die schwarzen Tropfen bilden auf den Hinterfiügeln eine unregelmäßigeQueerreihe; einer davon stellt einen Mittelpunct vor. Die Unterseite ist ganz der obern'gleich, nur daß das, waö oben gelb ist, nicht durchscheint. Der Kopf und die faden,förmigen Fühlhörner sind schwarz; alles Uebrige ist am Körper gelb und schwarz gefleckt,und zwar hat der Hinterleib eine schwarze Fleckenreihe über den Rücken, in jeder Seiteeine, und unter dem Bauche zwey. Er ist einer von den wenigen, wo Raupe, Puppe undSchmetterling fast gleichfarbig gezeichnet sind.

Die überwinterte Raupe dieses Spanners ist nämlich weiß, kurzhaarig, mitfast viereckigen, schwarzen Rückenflecken und einem rothgelben Seicenstreif, daran sicheine schwarze Punctenreihe anschmiegt. Der glänzende Kopf ist nebst den Bauchfüßenschwarz, die übrigen Füße sind gelb. Wenn sie ohngefähr zu Ende des Juniuü erwachsenist, mit einer Länge von i Zoll 4 Linien, so hängt sie sich mit wenig Fäden an Garten«planken, in die Winkel der Gattengebäude, an deren Thüre, an todte Zaune und an dieHecken selbst, woran sie sich nährt, und wird zu einer glänzenden, dunkelbraunen, mitgelben Ringen verschönerten Puppe, um eine Ruhe von ohngefähr 2 bis 3 Wochen zugenießen.

Aufenthalt und Nahrung. Der Spanner erscheint im Julius und Augustin den Gärten, wo er des Abends herumflattert. Zuweilen zeigen sich schon Vorläuferzu Ende des Junius. Dessen langsam wachsende Raupe, die im Jahr 180z ziem-lich zahlreich bey uns war, doch ohne großes Unheil an den Hecken zu stiften, nährtsich von dem Johannis-, Stachelbeer- und Schlehensträuchen, sowohl jungim September und October, wo sie höchstens vor Winters 2 Linien Länge erreicht, alsauch nach der Ueberwinterung.

Fortpflanzung. Das Weibchen setzt zu Ende des Julius und Anfang desAugusts gewöhnlich feine Eyer, an der Zahl 70 bis 82, ab, nicht auf einmal, sondern nachund nach in großen und kleinen Gruppen, z. B. 5, 7, ro, 20, an eine Stelle, auf dieUnterseite zwischen den Ribben der Schlehen, und Stachelbeerblatker, niemals an dieZweige. Das Ey ist mit lauter Sechsecken bezeichnet. Die Räupchen kommen nach 12oder 14 Tagen aus ihren Schalen, gewöhnlich zu Anfang de6 Septembers, um sich in 12Tagen das erstemal, und nach eben so viel Tagen daö zweytemal vor dem Winter zu häu-ten ; worauf sie dann nach einiger Zeit ihren Winker in den Ritzen oder unter dem abge.fallenen Laub zuzubringen und im Frühjahr neu aufzuleben, und im May sich noch zwey.mal zu häuten pflegen, ehe sie Puppen werden.

Feinde und Schaden. Unter den Vögeln hat die Raupe ihre Feinde, uner-achtet die Dörner der Stachelbeeren und Schlehen sie estvaö schütze *). Weil sie ton der

Natur

*) Und unter den Zehrtvespen stellt die zaudern- lancnfliegc, Musca plialaenarum Scharfenb.,d e, Ichneumon cunctator Seopoli, und die zu dreyen oder vieren aus einer dieser Spanner»ihr ähnliche Varietät oder eigene'Art, die Chry- puppen herauskommen; dcsalelchcn die Sänne t-sa lid en-Z ehrw esp c, Ichneumon pupaecida, terlings-Zchrwespe, Tenthredo cralüpesihren Puppen im Julius nach, um ein Ey darin Holst,anzubringen. Auch sieht man zuweilen die Pha -