Band 
Dritter Theil.
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Fünftt Horde der Phalänen, die Wickler. Zweyte Familie.

Eine ihrer Feinde ist die Larvenfliege, Musca larvarum. Außerdem verfolgensie die Goldhähnchen und Meisen.

Schaden. Die Raupe hat sich erst z oder 4 Jahre vor dem Anfang des jetzigenJahrhunderts auf dem Harz -, woher ihr der lateinische Name beygelegt worden, dadurch,daß sie daselbst ganze und große Districte von Fichtenwaldnngcn entnadelt hat, zum ersten-mal furchtbar gemacht. Im Jahr 179; war sie im October in dem Wernigerodischen For-sten, und im Jahr 1796 und 1797 in den Gothaischen und Sächsischen Forsten, auf demThüringerwalde und namentlich auf dem Tambacher und Stutzhäuser Revieren sehr häufigund hat viele junge Rothtannen von i r bis 16 Jahren verwüstet. Sie wickelt die Na-deln unordentlich zusammen, bohrt in dieselben ein Loch, und zieht daraus ihre Nahrung;die Nadeln lösen sich dann von dem Zweige ab und fallen herunter, oder bleiben im Gewebehängen. Mit dem Gewebe verbindet sie eine große Menge Excremento, und gibt den-selben dadurch das Ansehen eines Filzes. Hier nun sitzt das Räupchen verborgen, und sowie es auf einer Stelle keine Nahrung mehr findet, schreitet es immer weiter fort, bises endlich zur Verpuppung reif, seine Wohnung verläßt. Gemeiniglich lebt nur eine,selten 2 Raupen in einem Gewebe. Zur Zeit des Fraßes werden die Bäume gelblich, dasandere Jahr aber sind sie von allen Nadeln entblößt und stehen ganz kahl und dürr da.Meist werden sie einzeln angegriffen, manchmal aber auch 6, 8 bis 12 Baume zusam-men, so daß dadurch leere und plätzige Stellen in dem Rothtannenbestande entstehen.

28l. Der Kiensprossenwickler. Phalaena Tortrix Resinana (Pyralis

Resinana Fab.).

Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Harzmotte, Fichtenharzphalane, Kiensprossenmotte.

Fvralis Resinana Fab. Ent. III. 2. 284. n. 171.

Phal. Tinea Resinella Lin. 8yr. 406» Müller 747. 406.

— — — Besorgter Forstmann 197.

— — — Däzel Forstwiss. 320.

— — — Dallinger von der Fichtenraupe.

— — — Hennert vom Raupenfraß. lad. 5. fig. 1 —

— — — 2>ege«r I. tab. 33. fig. 12. 13.

RLsel I- 4tt Classe, tab. 16. mit Raupe. Zm Wiener Verzeichniß fehlt dieses Insekt.

Kennzeichen der Art. Wickler. Die Vorderfiügel sind schwarzbräun-lich und hellgrau wechselnd, mit gewässerten seltenen Queerstreifen.

Raupe. Nackt, ockergelb, mit braunrothem Kopf und Hals; sechzehnfüßig.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsectö.Dieser 8 oder 8i Linien messende Wickler hat schwarzbräunliche, mit Hellgrau wechselndeVordcrftügel mit neben und in einander verfließenden silbernen Queerlinien, und einemweiß. und braunfieckigen Vorderrand. Die weißgefranzten Hintecflügel sind wie der Hin-terleib schwärzlich braun; der Vorderkeib wie die Vorderfiügel gefärbt.

Die \ bis 4 Zoll lange Raupe ist am Leibe ockergelb, am Kopf und Halsbraunroth und erreicht vor dem Winter, gemeiniglich zu Anfang des Octvbers ihre Voll-kommen-