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Fünfte Horde der Phalänen, die Wickler. Zweyte Familie.
kommenheit. Sie kann die freye Luft nicht vertragen; hingegen schadet ihr das Oel nichts,welches andern Inseccen tödtlich ist. Man irr«, wenn man glaubl, daß sie sich zu derZeit verpuppe, wenn sie sich zu ihrem Winterlager einspinnt; dieß geschieht erst, wie kosetund B r a hm ganz richtig beobachtet haben, nicht eher, als zu Ende des Aprils und imAnfang des MayS, wo sie in einem weißen Gespinst in eine braune, nachher schwarzwer-dende, an den letzten Einschnitten mit stachlichten Spitzen rundum besetzten Puppe über-geht, welche nicht unter 2, und nicht über 4 Wochen ruht. Bey der Srubenzucht ver»puppt sie sich früher, um bey warmer Witterung schon im März zu erscheinen.
Aufenthalt und Fortpflanzung. Im May und Junius ist zur Abend-und Nachtzeit die Flugzeit der Phaläne, in Föhrenwäkdern. Ihre Larve lebt von klein aneiner Föhren'Galle , d. i. in einer Waklnußgroßen Harzbeule, dergleichen man an denein. und mehrjährigen Trieben der Föhrensiämme findet, weil sie sonst der Legestachel derweiblichen Phaläne nicht würde durchdringen können. Sie hat jährlich nur Eine Genera-tion, und ein sehr langsames Wachsthum.
Feinde. Einer der schlimmsten ist der Harzbeulen - Raupentödter, IcKneunioirreüuellas L. eine Zehrwespe, die ihr Ey in die Raupe bringt.
Schaden und Mittel dagegen. Wenn das Räupchen aus dem Ey,das der weibliche Wickler acht Tage zuvor an den frischen Zweig gelegt hat, gekrochen ist undsich eines Fingers breit bis ins Mark eingeftessen hat: so stießt alsdenn der Saft so starknach dieser Stelle, daß es sich davon reichlich nähren kann. Was ihm von diesem Harz.fast übrig bleibt, klebt es von außen um sich herum, woraus nach und nach die Harz-beul? entsteht, deren sehr geräumige Höhle eS bewohnt. Daraus entsteht der Schade,daß der obere Theil des Zweigs vertrocknet, und der untere frische in dem folgendenJahr nur noch seitwärts austreibt, wodurch der schöne Wuchs des Baums so sehr ver-dorben wird, daß er künftig nicht zum Bau. sondern nur zum Brennholz zu brau.chen ist.
Rösel empfahl das Abschneiden der Harzbeulen in den Monaten Junius bisAugust; nämlich zum Gebrauch des Kienrußbrennens. Da aber dieß ein unbedeutenderNutzen ist, so vernichte man lieber Raupen und Puppen durchs Zerdrücken der Harzknoten,i go z war eins von den Jahren, wo man sie häufiqer, als gewöhnlich, sah.
Anmerkung. Der die Natur so treu nachzeichnende Rösel hat dieser Phaläne keine rhombische»Wickicrflügel. sondern längliche, mottenähnliche gegeben, und auf dieselbe» Gold aufgetragen,welches ein Versehen ist, das auch die Hennertiscke Copie hat. Wir hatten wenigstensmehrere Zahre das Römische Znsect für keine Resinana gehalten, bis wir endlich dahinter ka«wen. Auch steht im Röselschcn Text ganz richtig keine Sylbe von Goldflecken.
B) Die weniger schädlichen.
282. Dtk Ahvrnwickler. Phalaena Tortrix Lecheana,Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
I. L. Wickler, das II-, Traubenkirschenwickler, Preußische
motte.
D d d d d r
Lin.
Blaktwickler«
phalaena