Band 
Dritter Theil.
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Fünfte Horde der Phalänen, die Wickler. Fünfte Familie.

Vorderflügel. Die gemeinschaftliche, beynahe eyrunde, kleine, sammetartige, zimmet.braune Makel beyder angeschlossener Vorderflügel, die mir einer weißen Linie gcrandet ist,und die Degeer überhaupt als Grundfarbe ansieht, nimmt eigentlich auf jedem Vor.derflügel den größten Theil des Innenrandes ein, und die Jranzcn an dem fchwarzbrau.rien Hinterrand sind rostfarbig. Die Hinterflügel sind oben schwarzgrau, so wie die Unter-seite der Vorderflügel, wo von der Flügclfpitze bis in die Mitte des Vorderrands ein abge«kürzter weißer Streif mit rostfarbigen schrägen Strichelchen angefüllt ist. Die Franzensind schwarzbraun mit einer Einsassungsreihe von weißlichen Puncten. Unten sind dieHinterflügel nicht schwarzgrau, sondern greiögrau. Das ganze Jnsect ist am Kopf, an denFühlhörnern und am Vorderleib schmutzigweiß, am Hinterleib und auf der ganzen Unter-flache überall grau; die Spitze des Afters scheint hellgelb. Die 5 bis 6 Linien messende, sechs,zehnfüßige Raupe wird von Degeer als perlgrau und schwarz punctirt beschrieben.Der Kopf und der erste Einschnitt des Körpers ist fchwarzbraun.

Aufenthalt und Nahrung. Der Schmetterling befindet sich im Juliusund September in Wäldern, wo seine Raupe auf der Birke sich nährt. Der Natur,forscher, D. Solander, zu dessen Andenken das Jnsect benannt ist, starb 1782 zuLondon .

326. Der Weißbuchenwickler. Plialaena Tortrix Ocellana. Vienn-,Namen, Schriften und Nachwetsung der Abbildung.

Phalaena Tortrix Ocellana Wiener Ver». 130. 7.

Pyralis Luscana Fab. Ent. III. 2. 255. $2,

— Ocellana F a b. Mant. II. 228. 39-

Thal. Tortr. — Hübneri.

Kennzeichen der Art. Die Vorderflügel sind weißlichgrau mit einer insRöthliche fallenden braunen Binde an der Wurzel, und einer dergleichen starken Schragö.binde über die Mitte der Flügel, die nur einwärts begränzt ist; an der Flügelspitzc ist eineVermischung.

Beschreibung des vollkommenen Jnsects. Die nicht ganz rhombi«fchen Vorderflügel dieses beynahe io Linien messenden Wicklers sind weißlichgrau, feinbestaubt, und haben an der Wurzel eine gebogene Binde, die nicht ganz durchzieht; inder Mitte der Flügel aber eine stärkere, die aber nur auf der Innenseite scharf begränzt ist,und nicht auf der äußern. Von der Flügelspitze zieht eine matte Verwischung bis zurMitte des HinterrandeS hinab. Wenn die beyden Flügel sich anschließen, so bildet beyVarietäten, dergleichen wohl Fabriciuö gehabt hat, die größere Schrägsbknde einengemeinschaftlichen Fleck. Die Hinterflügel sind bald dunkel- bald hellgrau. DerVor-derleib hat die Farbe der Vorderflügel und der Hinterleib diejenige der Hinterflügel; dasAfterbüschelchen.ist gelblich.

Aufenthalt und Nahrung. Der Wickler zeigt sich bey uns selten, im Ju-nius in Waldungen. Die Raupe lebt, nach dem Wiener Verzeichniß im NachtragS. z r8. auf der Weißbuche (Fagus sylvat.) im Oesterreichischen. Da der kleine

Raum