Band 
Dritter Theil.
Seite
778
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778 Fünfte Horde der Phalänen/ die Wickler. Fünfte Familie.

Plial. Tin. Cynosbatella ® leb i t scb II. 270.

— Tort. Borkliausana Brahm II. 446.

— - ' Pruniana Hühners Wickler t. 10. fig. 57.

Degeer I. t. 34. f. 4. 3.

Gl a dbachs Schmelterl. t. ;o. k. 7. z.

NaturforscherXI. S. 4*. Kühns Dcberdistelraupe daselbst.

Kennzeichen der Art. Wickler. Die Vorderflügel sind von der Wurzelan bis über die Hälfte schwarzbraun, bey frischen Stücken mir dem feurigsten Berlinerblaugemengt; das Uebrige ist bis zur Flügelspitze weiß, mit einem schwarzen Punct.

Am Männchen zieht sich noch an der Flügeispitze ein brauner Fleck bogkg

hinab.

Raupe. Schmächtig, glatt, nur einzeln behaart, schwarzgrau oder braun, mitschwarzem Kopf und Halsschild und dergleichen Vorderfüßen: jeder Ring hat eine Quecr-reihe von 2, und eine andere von 4 Puncten.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Dieses schöne, zwar gemeine, aber aus der Ursache lange Zeit verkannte Phakünchen, weilman eS unter den Linne'ifchen Wicklern nicht finden konnte, und unter seinen Motten, denener es zugeordnet hatte, nicht suchte, mißt nach männlichen Stücken g, nach weiblichenaber 10 ilr.ien, und hat rhombische, von der Wurzel an bis über die Hälfte schwarzbrauneVorderflügel, die mit vielen weißgraucn und glänzend, ultramarinblauen, feinen Linienso durchschlängelt sind, daß man mit dem bloßen Auge keine deutliche Zeichnung heraus zufinden vermag; das Uebrige ist weiß; doch zieht sich an dem Männchen von der Flügel,spitze ein brauner Fleck an dem größten Theil des Hinterrandes herab, vor dessen schwarz,braunen Franzen an beyden Geschlechtern noch eine glänzende, ultramarinbkane Emfassungs-linie sich herabschlängelt. Der Vorderrand ist braun punctirt. Die Hknterflügel sindglänzend aschgrau mir li'chtcrn Franzen. Die Unterseite aller Flügel ist eben so glänzendaschgrau, der Kopf und Rückenschopf sind braun, letzterer zugleich grau gemischt, die Äu.gen rochbraun, der Vorderteil; wie die Vorderflügel, und der Hinterleib wie die hinter«gefärbt, doch so, daß der dritte Ring schwarzbandirt ist.

Die blankblauen Linien, welche dem Auge so reizend sind, verlieren sich schr ge.schwind im Freyen, desgleichen auch nach gerade in Sammlungen, die noch so sehr vordem Licht des Tages bewahrt werden.

Wegen des sonderbaren Ansehens, das die Phaläne in der Ruhe hat, da er demAuswurf eines Vogels gleicht, hat Gladbach ihm den zwar passenden, aber nicht fei.nen Namen des Spähendreckö gegeben.

Die schmächtige, glatte, ganz einzeln behaarte, schwarzgraue (nicht, wie Fa.bricius schreibt, rostbraune) oder braune, 51 Linien messende Raupe hat einenschwarzen Kopf, dergleichen Halsschild und Vordersüße; jeder Ring hat eine Queerrcihevon Zwey, und dann noch eine andere von vier Puncten. Oft ist jeder Punct weiß mit ei.nein schwarzen Nebenpuncte. Sie fanden sich bey uns in der Jugend von grüner Farbe;hernach färbten sie sich, wie oben gesagt worden, und verpuppten sich zwischen dem 11.und 14. May l?8i in einem ovalen Gespinst in eine braune Puppe, die bald 12 bis 14,