Band 
Dritter Theil.
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Fünfte Horde der Phalanen, die Wickler. Fünfte Famllle.

bald l8 Tage ruhte. Degeer nannte sie das fechszehnfüßige, glatte, braune Raupchenin den Rosenknofpen, das sich bey ihm am 20. May verpuppte, und am 6. Junius ent-wickelte. Kühn beobachtete an seinen Exemplaren von fahlem Körper, schwarzem Kopfund Haleschilde, daß auf den einzelnen Pünctchen kurze Härchen stehen, und daß dieseRaupen, die die freye Luft und das Licht scheuen, sich im August in ihrer Behausung, näm-lich in den Samenköpfen der>qroßen Weberdistel (Dipsacus fullonum), und zwar indessen rundem, markigem Stiel, den sie auöfraßen, immer wieder überspannen, darinüberwinterten, und so bis in den April und May gesund und unverwandelt im Freyen la-gen, bis sie sich zu Ende des Monats verpuppten; und aus den hellbraunen, in ei-nem dichten weißen Filz eingesponnenen Puppen entwickelten sich am 12. Juniuö diePhalänen.

Aufenthalt und Nahrung. Das Phalanchen erscheint nicht vor dem Endedes Mays, und nicht nach dem Anfang des Julius, auf allen Hecken von Schlehen undWeißdorn, desgleichen an Obst-Spalieren. Und obgleich Brahm zu Maynz, wo siesich schon zu Anfang des MayS verpuppten, eine zweyte Generation annimmt, wo diePha-laue vom Ende des Julius bis in den August fliege: so wissen wir doch aus Erfahrung,wenigstens in hiesigen Gegenden, wo er häufig und jährlich fliegt, nichts davon.

Die langsam wachsende, schon vor dem Herbst vorhandene, überwinternde, undim April wieder hervorkommende Raupe frißt, nach Linn/ und Degeer, auf Ro-senknospen, nach den Wiener Entomologen auf Eichen, nach Kühn, wie obengesagt, in den Köpfen der Weberdistel, und bey UNS auf Apfel, und Birnlaub-am liebsten aber auf Weißdorn.

Anmerkung. Unser Dornknospeuwi'ckler ist aber von dem Sommereichenwickler, PrallsHoborana, Fabr., ganz verschieden, der in Dänemark auf der Eiche wohnt, und nach Fab.Ent. II r. 2 . 263.89. aschgraue Flügel hat, die zwey zicgelfarbiqe Makeln am Rand und eineneben so gefärbten kleinen Fleck au ihrer Wurzel führen. Der Vorderleib hat drey große rost-braune Flecken, und die Fühlhörner sind schwarz.

Zlv. Der Rosenbuschwickler. Phalaena Tortrix Aquaria, Hiibneri.

Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Phalaena Tinea Aquana Hübners Wickler t. 4. f. 17.

Kennzeichen der Art. Wickler. Die weißen, fein marmorirten Vorder-flügel sind sowohl an der Eiulenkung, als am Hinterrande von der Flügelspitze abwärts^mattschwarz, wo sich auch ein braunrothes Pünctchen und Strich befindet. Am Innen-rande stehen 2 tiefschwarze Puncte dichte zusammen.

Das Weibchen ist dickleibig.

Raupe. Ziemlich dick und schmutzigfarbig, der Kopf fällt ins Braune. DiePuppe ist gelbbraun.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnseckS.Dieser 9 biö gj Linien messende, schöne weiße Wickler ist sowohl an den Franzen als an

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