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Fünfte Horde der PKaläncn/ die Wickler. Fünfte Familie.
Kennzeichen der Art. Wickler. DieVorderflügel sind glänzend weißlich-grau; die Hintern dunkler, mit Hellern Franzen.
Raupe. Bald schmutziggelb und braunköpfig, bald braun, ins Schiefergrauefallend, mit fleischfarbenem Bauch.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnsectS.Dieser Wickler, der von einer Flügelspitze bis zur andern 7 Linien mißt, und der von denMeisten mit Unrecht unter die Motten geordnet worden, hat glänzend weißlichgraue, fastsilberwellig scheinende, mit schwarzen Puncten besprengte Vorderflügel, und einen derglei-chen Vorderleib; die Hintern sind dunkler, mit weißlichen Franzen.
Die i Zoll messende, 1 Linie dicke, schmuhiggelbe (zuweilen braune, ins Schie-fergraue fallende) Raupe hat einen harten, braunen Kopf. Ihr zwölfcingiger Leib hatnicht, wie Ledermütter (GemüthSer-götzlichkeiten rc. 122. t. 65.) gezeichnet, zwanzig, son.dern nur sechözehn Füße, womit sie vor- und rückwärts läuft. Bey erlangter Größe imMonat Junius macht sie sich innerhalb des Marks der Rothtannenzapfen ein kleines, weis«seö, eyförmigeS Gespinst, und verwandelt sich den dritten oder vierten Tag in eine vierLinien lange und anderthalb Linien starke Puppe, welche anfänglich von der Farbe derRaupe ist, in der Folge aber braun und endlich schwarz wird. Die Ruhe dauert 20bis 24 Tage.
Aufenthalt, Nahrung und Schaden. Die Larve ist im Herbst vorhan-den, verwandelt sich aber erst nach dem Winter im Junius, und ihren Naturtrieben nachist sie der vorhergehenden sehr unähnlich, indem sie nicht die Nadeln, sondern das von ihrbewohnte Mark der Zapfen obiger Bäume liebt, wo sie den Samen auöfrißt. Und imFall sie sich sehr vermehrt, findet sich unter 5 Zapfen kaum einer, der nicht voll davonsteckt. Sie frißt sich allezeit unten an der Spitze des Samens ein, und wenn sie den Kernverzehrt hat, kriecht sie wieder in das Mark des Tannenzapfens zurm.-, ruht allda aus, ehesie ein frisches Samenkorn anzubohren pflegt. Auf diese Weise verdirbt sie oft mehrereJahre nach einander fast allen Samen, ohne bemerkt zu werden; wodurch ein Samen-Mangel, folglich auch ein Hinderniß der Anpflanzung, auf mehrere Jahre entsteht.
Anmerkungen, r. Der Nesselwickler, Ph. Tort. Urticana des Wiener Vz., den FabrieiuSin der Entom. III. 2 . 276. 143. für feine und des Linne Fabriciana hält, lebt nach D egeer I.t. 28. frg- 9. io. nach den Wiener und hiesigen Beobachtungen als Raupe in der Regel nicht,wie Fabricius glaubt, auf Schlehensiräuchen, sondern auf der Brennn esse l. Er hat schwarz»Flügel und auf den »ordern ein Paar weiße Queerpuncte. Der Körper ist sehr klein, die Flü-gelbreite betrügt nur ; Linien. Er kömmt aus einer kleinen buntköpfigen Raupe mit schwarzemHalsschild, iü Füßen, wovon die sechs »ordern schwarz sind, der After schmuhigweiß und derKörper eben so und dabey sckwarzpunclirt ist, und die auf Drennnesseln lebt. Er verdientalso unter den Forstinsecten keine Stelle.
2. Der Wiener Fichtenwickler, oder besser Rothtannenwickler, Phal. Tort. Pinana und derErlenwickler, Pbal. Tort. Alniana Vienn. verdienten eher eine Stelle darunter, weil dieRaupen von jener auf Rothtannen, von dieser auf Erlen weiden; allein Fabricius übergehtsolche ganz, und den Herrn Entomologen zu Wien gefiel es nicht, uns etwas Bestimmtes vonihnen zu sagen.
_ Sechste