Band 
Dritter Theil.
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789
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Sechste Horde der Phalänen, dte Motten. Zweyte Familie. 73-

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnfects.Diese eilf Linien, bis i Zoll messende Motte hat auf den ockerbraunen oder rostgelben Vor.derflügeln der Länge nach einen lanzettförmigen perlglänzenden Spiegelstreif, welcher braunbegränzt ist, und in drey sehr ungleiche Flecken zerfällt. Die Hinterfiügel sind von dergewöhnlichen Farbe der Phalänen, nämlich grau. Der Kopf sammt den Freßspihen undder Vorderleib sind weiß, und dte Flügelgelenksdecken ockerbraun. Sie ist merklich größer,als die nachfolgende und schlanker gebaut. Die drey Flecken sind schmaler als bey derMyella, auch schiefer angelegt und dte Franzen sind braun und weiß wechselnd. Ihre,die Länge eines halben Zolls erreichende, Raupe ist klein grünlichgrau, und mit einemdunklern Strich bezeichnet.

Aufenthalt und Schaden. Sie ist nur im nördlichen Deutschlaud, beyuns aber in der Nähe nicht vorhanden; und zwar auf K i e fe r n. Doch schreibt Zinkeim Forstmann, daß sie sowohl unter dem Baummoose, als auch in den Knospen und un.ter der Rinde der schwachen Fichten, (d. i. Rothtannen-) Aeste wohne, wo sie Bast undSplint zernage und die Knospen verderbe.

A n m e r k u n g. Der Herr Professor E sp e t hatte 1779 im Julius an einer geschnittenen Fichtenheckedes Schloßgartens zu Trautskirchen in Franken eine dieser und-der folgenden Art ganz gleichePhaläne, aber mit rolhbraunqefaserten und weißschafligen Fühlhörnern gefunden, und nachherohngefähr 179; in seinem Schmetterlingswerke III. solche als Bombyx Pineti, die kleineFichtenphaläne mit rautenförmtgen Silberfiecken tab. 89. fig. 4. zeichnen lassen. Die Vor»derflügel sind citronengelb, und die Silberflecken durch r schräge, gletchbreite, dunkelrothe Bin-den getheilt, und mit einer gleichfarbigen Linie begränzt, und gleichfarbig gefranzk. Die glän.zenden Hinterflügel sind ganz weiß. Wenn dieses Jnsect, dessen körperlicher Inhalt wohl drey-mal größer, als bey unserer Föhrenmotte seyn soll, wirklich eigene Art ist: so hätten wir nun 4sich sehr ähnelnde Arten, nämlich a) diese Espersche, welche den Namen Schwarzholzmotte füh-ren könnte, b) unsere gegenwärtige Föhrenmotte, 0) die folgende Fort- und st) die Rothtannen«motte.

Z2v. Die Forlmotte. Plialaena Tinea Myella, Hübneri. (Pinetella Fab.).

Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Musch^lfleckige Schabe, Fichtenschabe.

Pbalaena Tinea Pinetella Wiener Vj. 134.

Tinea Fab. Ent. III. 2. 294. 31,

Crambus Pineti Fab. Supplem. 470. n. 37.

Tinea Pinetella Panzeri Fauna 6. t. 22.

Phal. Tin. Myella Hühners Schaben. lig. 37.

Kennzeichen der Art. Ganz wie die vorhergehende, aber kleiner; die 3Perlsiecken sind breiter und weniger schief angelegt.

Beschreibung des vollkommenen InsectS. Sie ist kleiner, als dievorhergehen««, und hat von einer FlügelfpiHe bis zur andern io Linien Breite, jeder Vvr-derflügel hat 4* Linien Lange. Die Grundfarbe ist bald rostbraun, bald ockerbraun. Der

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