79° Sechste Horde der Phalänen, die Molken. Zweyte Familie.
Hinterrand ist mit schwarzen Puncten beseht, und die Franzen sind nicht bunt, wie beydem vorhergehenden, sondern blaßglönzend.
Aufenthalt. Er ist im Iuniuö und Julius nicht selten, in unsern Föhrenwäl-dem und besucht die Gärten.
321. Die Rothtannenmotte. Phalaena Tinea Conchella, Vienn.
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Gelbbraune Motte mlr 2 silberartigen Flecken , Muschelfarbige Schabe.
Phalaena linea Conchella Wiener 23 $. 134. 6.
Tinea — Fab. Ent. III. a. 395. n. ;6.
Crambus conchaceus Fab. Supp. 471. n. 45.
Thal. Tinea Conchella Hühners Schaben f. 38. Weibchen.
— — Pinetella Hennerts Raupenfraß, tab. 3. fig. 17.
^Ken n zeichen der Art. Dem vorhergehenden ähnlich, auch in der Größe;aber der lanzettförmige Spiegelstreif ist in 2 ungleiche Flecken zertheilt.
Beschreibung des vollkommenen Jnsects. Ich habe nichts weiterhinzuzufügen — denn Grundfarbe und alles trifft mit dem vorhergehenden überein — als dies,daß der Spiegelfleck nicht drey- sondern zweymal durch eine braune Schrägölinie ge.theilt ist. Die Randpuncce sind auch da.
Aufenthalt und Nahrung. Die Motte soll zwar bey Wien und bey Aug»,bürg in den Föhremväldern gesehen werden; allein die Raupe, wie durch Erfahrungen imHennertischen Werk dargethan wird, soll nie auf den Föhrenbaumen selbst, sondern alle.mal auf den andern Nadelbäumen in der Mark Brandenburg leben. Es ist aberdieselbe so wenig, als die der beyden vorhergehenden Arten hinreichend bekannt worden.
Anmerkung. Die hieher geordnete, mehr nühliche als schädliche Thal. Tin. Perlella Vienn. Perl»motte, die man nun Himbeermotte nennen kann, und als Feilella in den Wiener,Knochs (Beyträge I. r. 4. f. 6.), Seopolis und Jacob Hübners Schriften (Schabe»f. 4»), ferner als Argentella in Fabric. Ent. in. a. ay6. n. 38. endlich als Crambus argen-teus in Fab. SuppJem. vorkommt, ist von Kopf und Flügeln ganz silberweiß, wie «ine Perleglänzend; nur ihre Hintcrfiügel sind grau, aber doch weißlich gesäumt, und die Unterseite istschwarzbraun. Das Weibchen ist weniger weiß und hat bräunliche Sehnen und Adern, diewie schwärzliche Slreifschatten aussehen, und einen grauen Hinterleib. Sie entsteht aus einergesellschaftlich lebenden, glatten und braunen Raupe, die aufHimbeer und Drenonesselnwohnt, und in einer schneeweißen Hülse sich in eine braune Puppe verwandelt. Die Phaläneist im Junius und Julius, auch bey uns vorhanden. Wäre sie die Linneischr Argantella selbst,so würden die Wiener solche nicht umgetauft habe».
Zweyte Linie. Mit gerundeten Vorderflügeln.
Z22. Die Buchenmotte. Phalaena Tinea Fagella, Vienn,'
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Buchenschabe.
Phalaena