Sechste Horde der Phalänen, die Moktcri. Zweyte Familie. 79>
(Yptoloplius barpatus F.) citronengelb. Ihre Flügelgelenksdecken sind castanienbraunund so auch ihre Vorderstügkk. Nur der Iunenrand, den man auch den Haarrand nennt,ist am Männchen blaßwejßgelb, am Weibchen citronengelb bis über die Hälfte, wo diesGelbe inö Weiße übergeht, und in eine gebogene Spitze oder Zähnchcn auöläuft. DieFranzen sind dunkelgrau; die Hinterstügel und der Hinterleib aber hellgrau gefärbt.
Die Raupe ist gerade fo, wie sie Fabricius beschreibt, glatt und grün^ mitbreiter rother Rückenlinie und mit iv Füßen. Die gelbe Puppe ruht in einem spindel-förmigen, sehr weißen Seidengehäuse, das auf beyden Seiten offen ist. Die Puppenruhedauerte bey uns vom »3. Junius bis 9. Julius, also 26 Tage.
Aufenthalt und Nahrung. Die Motte findet sich im Julius auf allerleyniedrigen Hecken und Zäunen; die Raupe aber nach Hcrrn von Clairville auf demGeißblatt und Stachelbeerstrauch, auch fand ich sie auf dem Flieder (Syringavulgaris ), darauf sie sich nährte. Daß der Ypsoloplius harpatus (nicht barnatus)Fab- hicher als Weibchen gehört, wird jeder finden, der ihre Beschreibung nach allenStänden liest. Sch.
327. Die Geißftaudenmotte. Phalaena Tinea Falcella, Yienn,Numen, Schrifcen und Nachweisung der Abbildung.
Phalaena Tinea Faicella Wiener Vcrj. 136. n. 47.
— — Hübnerö Schaben st. irr. Weibchen.
Sie fehlt beym Fabricius.
Kennzeichen der Arr. Sie ist gelbbraun, mit gesichelten Vorderflügeln,die ein fast unmerkliches Mittezcichen haben.
Beschreibung des vollkommenen Jnfects. Diese fahlbraun ge-färbte Motte ist auf ihren Vorderflügeln mit einem fast unmerklichen Centralzeichen be-zeichnet, dem Vorderrand nach in beträchtlicher Breite dunkelbraun schattig, unddaneben noch gefleckt.
Aufenthalt und Nahrung. In Oesterreich und Schwaben , zur Som-merszeit in Wäldern, auf den Sträuchen der Heckenkirschen. Ihre Raupe lebt aufder Geiß staube (Cytliisus L.).
Anmerkungen. 1. Die Gelbkrantmotte, Phal. Tin. Genistella Vien. 137. n. ^r., diemehr nützlich als schädlich ist, findet sich in den Fabriciu fischen Schriften ebensowenig,als in den Hübncrschen Abbildungen.
r. Wir würden die Gartenkirschenmotte, Vierfuß, Phal. Tin. Tetrapodella L. welche anden grauen Flügeln, vom Kopf an auf dem ganzen Znnenrand derselben hinab eine schneeweißeLängslinie, desgleichen ein braunes Möndchen führt, das hinterwärts sich theilt, oder doch un-terbrochen ist, unter die Forstinsecken zählen, wenn Linne' bestimmt hätte, ob diese Motte,die er auf Kirschbäumen sah, auch im Raupenstand auf diesen Bäumen sich nähre. Ihren Na-men hat sie daher erhalten, weil sie mit Verbergung der Hinterfüße nur aus den vier vorder«im Ruhestand sitzt.
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