8i2 Sechste Horde der Phalänen, die Motten; aus verschiedenen Familien.'
Die ibfüßige, einen halben Zoll lange Raupe ist, den ersten Ring oder denNacken ausgenommen, welcher schwarz ist, ganz schwarzbraun und glatt. Ihre kleine,braune längliche, Puppe unterscheidet sich vornehmlich durch ihre langen Flügelscheiden,und liegt in einem Gespinst.
Aufenthalt und Nahrung. Die Motte fliegt im May und JuniuS inFichten- und Föhrenwäldern, in deren Knospen und Zapfen die Raupe lebt.
Schaden und Mittel dagegen. Seit noch nicht vielen Jahren hat sichdiese Raupe in den jungen Fichcengegenden des Harzwaldes sehr häufig eingefunden undgroßen Schaden angerichtet. Denn sie frißt die Knospen von den Föhren , und vorzüglichvon den Fichten (d. i. Rothtanncn) so aus, daß diese, was man ihnen aber doch kaumansieht, ganz hohl werden. Der größte Theil des jüngsten Jahrstriebeö wird dadurch zer.stört, und der Stamm in seinem Längewachörhum gehindert und struppicht auszuwachsengezwungen. Die kleinen Jnsecten.fressenden Vögel fangen diese, so wie alle Motten, gern.Wenn man diese Motte häufig merkt, so kann man kleine Leuchtfeuer machen oder Stroh,fackeln nehmen, gegen die jungen Fichten sanft schlagen, oder sie schütteln; dadurch wer.den diese und noch andere schädliche Forstinsecten aufgescheucht, fliegen ins Feuer undverbrennen sich.
In dem Wiener Verz. und den Hübnerfchen Abbildungen befindet sie sich nicht.
B. Die weniger schädlichen.
348. Die Obstblättermotte. Plialaena Tinea Serratella, Lin.
Namen und Schriften.
Schwarzbraune Blättermotte, Langschenkel.
Phalaena Tinea Serratella Lin. 8 yr. 398. M Üllcr 745. Zy 8 -
— — — Göze Entomol. Beyträge III. 4. @. 104.
Kennzeichen der Art. Motte. Alle Flügel sind einfärbig graubraun,meistens matcschwarz, und die Hintern Schienbeine sind länger als der Leib und hinten ge-fiedert.
Raupe und Bälglein. Die fechszehnfüßige, schmutzigfarbigeRaupe bewohntein auf der Oberseite purpurrothes, unten aber schmutziggelbeS cylindrisicheö Bälglein, dasauf den Obstblätkern in die Höhe gerichtet steht.
Beschreibung deö vollkommenen und unvollkommenen JnfectS.Die Motte ist in der Ausbreitung nicht viel über ; Linien breit, über und über braun-schwarz, fast ohne Glanz. Die Franzcn der Hinterflügel sind sehr lang, der Kopf sehrklein, die blcichgelbbraunen Fühlhörner weißgeringelt, die Fühlspitzen gebogen und weiß.lich gelbbraun. Linne^ machte die stark behaarten Schienbeine an den aschgrauenFüßen zum Hauptmerkmal; sie sind an den Hinterfüßen länger, als der Körper selbst.Der Leib ist schmächtig.
Die kleine sechzehnfüßige, schmutzigfarbige Raupe bewohnt ein auf der OberseitepurMrrötheö, uncen aber schmutziggelbes cylindrifches Bälglein, das'auf den Obstblätkern
in