Sechste Horde der Phalänen, die Motten.; aus verschiedenen Familien. 817
554. Die Stieleichen motte. Phalaena Tinea Dilutella, Hübneri.
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Wellenstreisige Schabe, Kiefernmotte (bey Brahm).
kkalsens liriea OilutsIIs Hübliers Schaben f. 69. Weibchen.
— — Piceella Brak) IN II. 294.
Darf mit Dilutella Viennensium nicht vermengt werden.
Kennzeichen der Art. Motte. Die Vorderflügel sind vkolettblaßbraun,mit 2 weißlichen, dunkelschattigen Wellenstreifen, zwischen welchen im Mittelraum auchein weißes, mit 2 schwarzen Puncten besetztes Fleckchen sieht.
Raupe. Spindelförmig, a) bald mit fünf blaßgrünen LängSstreifen und blaß«braunem Kopf; sie fkeletirt die Eichenblätter; b) bald schmutziggrau von Leibe mit dreypurpurrothen Längsftreifcn über dem Rücken, wovon der mittelste weit schmäler ist, als dieandern; diefe wohnt auf Föhren .
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnfectS.Diefe mit lieblicher Zeichnung geschmückte Phaläne von 10 Linien Ausmaß, hat als Män n-chen breitere, als Weibchen schmalere Vorderflügel, welche sanft purpurroth oderviolettblaßbraun mit Grau gemengt sind, worauf sich 2 weiße, dunkler bearanzte Wellen»streifen, eine jenseits, die andere diesseits des Mittclraumö Zeigen. Zwischen denselbenbefindet sich ein weißer, mit 2 schwarzen, oft kaum erkennbaren Puncten besetzter Fleck;doch ist auch zuweilen der ganze Mittelraum zwischen den Wellensireifen größtentheilSsilbergrau. Auch am Hinterrand zeigt sich eine solche Mischung. Die Hinterflügel sindhellgrau, der Kopf und Vorderleib purpurroth und der Hinterleib etwas gelb.
Die spindelförmige, mit fünf blaßgrünen Langsstreifen und blaßbraunem Kopfversehene Raupe variirt auch mit einem Rückenstrich auf jedem Ring und einem Zirkel-chcn auf jeder Scite daneben. Ihr Hauptgeschäfte ist das Skeletiren der Eichenblätter,und ihre Verwandlung trat sie bey mir (Scharfenberg) 1780 zu Anfang des Junius an,und hielt eine Ruhe von einem Monat und einige derselben noch drüber.
Die schmutziggraue Varietät von i Zoll Länge, mit 3 purpurrothen Rücken«langsstreifen, wovon der mittelste weit schmäler ist, als die andern, hat einen schwarz-braunen, nicht großen Kopf, und am ersten Glied einen vorne her weißeingefaßten, übri-gens aber braunglänzenden Nackenschild.
Aufenthalt und Nahrung, Die Motte zeigt sich bey uns zu Ende desJunius bis in den Julius und August in vermischtem Gehölze, und ihre Raupe lebt vomMark der Eichenblätter, welche sie fkeletirt.
Die Varietät der Raupe mit den 3 rothen Rückenstreifen fand sich i Foz im No-vember im Meiningifchen Oberland, auf Kiefern.
Brahm kannte zwar die Raupe nicht, fand aber die Motte, die nach feiner Be-schreibung ganz die unsrige ist, auf Kiefersiämmen, allemal früher als wir, im April.
355« Die
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