Band 
Dritter Theil.
Seite
821
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Sechste Horde der Phalänen, d/e Motten; aus verschiedenen Familien. 321

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Diese der vorhergehenden verwandte Phaläne hat aschgraue Flügel; die vordern haben aufdem Rücken der zusammenschließenden Innenränder ein Paar schwarzer Puncte, und sindam Vorderrand weiß gefärbt, am Hinterrand spitzig zulaufend. Der Kopf und derVorderrücken sind aschfarben und ungefieckt.

Ihre von Clair ville entdeckte, schwärzliche Raupe hat eine aus zusammen,geketteten, gelben, viereckigen Flecken gebildete Rückenlinie, und verpuppt sich in einemauf beyden Seiten schmal zugehenden Gehäuse zu einer bräunlichen Puppe von ganz ge.wohnlichem Bau.

Aufenthalt und Nahrung. Man findet sie in der Schweiz und in Deutsch ,land, wo die Raupe auf dem Spindelbaum sich nährt. Und durch ihre Benennungwollte Fabricius den berühmten Professor, Doct. Johann Christian Ludwig Hell.wig zu Braunschweig , wegen seiner großen entomologischen Kenntnisse in bleibendem An.denken zu erhalten suchen.

Anmerkung. Die auf den Heckenkirschen wohnen sollende Waldmotte, Nemorella Lin.n. 364.und die zwischen Eichenzweigen angetroffene Ramella Lin. n. 366, (Paykulliana FabJ,welche Gle ditsch beyde zu den Forstinsecten zählt, können, da sie theils nur Znscclcn Schwe-dens , theils wohl nur im vollkommenen, nicht im Raupen-Stand an obigen Stellen angetrof-fen worden sind, unsern Forstinsecten Deutschlands nicht beygezählt werden.

z6i. Die Erlenbuschmotte. Phalaena Tinea Triangulella, Panzeri.

Namcy, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Rothe Motte mit weißem Dreyeck, Widhopssederfarbige Motte.

Phalaena Tinea Triangulella Panzeri Fauna ig. t. 23.

— — Upupaepeunella Hübnerö Schaben k. 203. Weibchen.

Kennzeichen derArk. Motte. Sehr schmal: dieVordrrflügel sind röthel.steinbraun gefärbt, mit einem bandartigen weißen Z ichen.

Raupe. Klein und länglich, von grüner Farbe und sechszehn Füßen. DiePuppe befindet sich in einem silberfarbigen Tönnchen.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnsectS.Diese sehr schmale, bey Ausbreitung der zarten Flügel sechs Linien messende Motte, diepach Fabricius Methode ein Hähnchen, Ypsolophus, also vom Bau der Geißblattmotteund der Heckenkirschenmotte ist, war schon dem Herrn von Block zu Dresden und HerrnHübner bekannt, der sie der sechsten Rotte der Motten einverleibte, d. i. den geistförmigen,oder denjenigen, die federförmige Flügel, jedoch ohne Spalten, haben. Daß sie abergleich der Kirschblättermvtte von einer Cuculionenraupe herkomme, will sich nichtbestätigen.

Ihre sehr schmalen und spitzigen Vorderflügel sind von röthelsteinbrauner Farbemit braunschwarzen langen Franzen, die an den schwarzbraunen Hinterfiügeln weit langer

M m m m m 2 sind,