Band 
Dritter Theil.
Seite
822
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822 Sechste Horde der Phalänen, die Motten; aus verschiedenen Familien.

smd, führen ein gelblichweißes Dreyeck statt eines Bandes. Bey Varietäten ist das sonstganz gelblichweiße Feld des Dreyecks mit Roth und Weiß marmorirt. Der Vorderleib istwie die Dorderflügel, und der Hinterleib wie die Hinterflügel gefärbt. An dem äußerstkleinen Kopf find die Fühlhörner so lang, als die Flügel, und von den sechs buntenFüßen ist das mittlere Paar sehr dickschenkelig, und die Motte ruht auf den vier»ordern.

Die kleine und röthliche Raupe von grüner Farbe fand sich bey uns an den Er«Anblättern, an denen sie sich im September in einem silberweißen Tönnchen, in eineLinien messende, auf der Oberseite braune, auf der untern weißliche, schmale Puppe ver-wandelte, und noch denselben Herbst 1804 am io. October sich entwickelte.

Aufenthalt und Nahrung. Die Motte fand sich einmal 1787 im May,und ein anderesmal, wie oben gesagt, im Herbst bey uns. Letztere Erscheinung könnte wohleine Abweichung von der Regel seyn. Die Raupe bewohnte die Blätter des ErlenbaumS,wovon wir ihre deutsche Benennung hergenommen haben. Doch wird sie außerdem auchnoch auf andern Bäumen sich befinden.

362. Die Obstbuschmvtte. Phalaena Tinea Oporella, Scharfenberg.

Kennzeichen der Art. Motte. Die Vorderflügel sind eisengrau, mit el«nem dunkleren, starken Puncte oberhalb oder vor der Mitte, und einem dergleichen hinterder Mitte.

Raupe. Grün, mit 2 weißen Rückenstreifen; der Kopf hat etwas sehr unmerk«lich Röthlicheö, und der Leib hat einzelne Härchen. Ihr Gang ist laufend.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnsectS.Diese, zehn Linien messende Motte, deren deutschen und lateinischen Namen wir von denObstbäumen hergenommen haben, hat glänzende eisengraue Vorderfiügel, welche mit ei-nem starken, fast schwarzen, jedoch inS Violette schillernden, runden oder eckigen Punctevor dem Mittelraum, und einem dergleichen schwächer» hinter dem Mitcelraum bezeichnetist. Letzterer verliert sich in einen bandartig fortlaufenden Schatten. Die glänzenden Hin«kerflügel sind gewöhnlich grau, wie der nicht sehr beleibte Hinterleib; der Kopf und Vor«verleib aber schwarz. Die schnurförmigen Fühlhörner, die sich nicht spitzig endigen, sindgreiögrau. Der Schuppenstaub auf den Flügeln aber ist nicht sonderlich stark.

Ihre grüne, mit 2 weißen Rückenstreifen bezeichnete Raupe von 16 Füßen hatetwas sehr unmerklich Röthlicheö, und der Leib hat einzelne Härchen. Sie hat mit denZünökerraupen eine große Aehnlichkeit, läuft sehr behende, lebt aber mehrenrheils blatt«wicklerartig. Am iv.Junius verwandelte sie sich bey uns zwischen Blättern in eine braunePuppe von gewöhnlicher Gestalt, und von 4£ Linien Länge, die die Gewohnheit hat, sichoft umher zu wälzen und gleichsam fort zu kriechen. Ihre Puppenruhe währt beynahe fünfMonate, nämlich bis zu Anfang des Novembers, wo sie sich entwickelte.

Nach der Eintheilungöart deö Hübner müßte sie zu dessen zweyter Rotte, der zünsler«h m ,'aen Schaben, und zwar zu deren dritten Familie der abweichenden Schaben geordnet

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