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Fünfte Ordnung. Aderflügler. — Die Gallwespen.
gleich dazu, um zur Nahrung und zur Versorgung der Eyer die benöthigten Löcher inPflanzen, Thiere und Häuce einzubohren. Es haben aber auch außerdem bey manchenGartungen die Weibchen und Geschlechtloftn, z. B. unter den Bienen, noch einen beson.dern, verletzenden Stachel, dadurch sich Gift in die Wunden ergießt. — Die Larvensind theils sußloö, theils 22füßig.
Sie zerfallen in folgende Gattungen: Gallwespe, cynips; Blattwespe, ten-thredo, und Holzwespe, sirex. Die übrigen, nämlich die B-starrwespe, spliex;Goldwespe, chrysis; Wespe, vespa; Biene, apis; Ameise, formica; und Afrer-biene, rnntilla, sind keine schädlichen, sondern wenigstens zum Theil nützliche Forstin-secten. Wobey wir noch bemerken, daß Rösel l. Band, Wespen, tab 7. nicht dieWandwespe, Vespa parietum, wie fast alle Schriftsteller angegeben, sondern die ge-meine Wespe, Vespa vulgaris, mit ihrem Neste abgebildet habe.
Die Jnftcten dieser Ordnung hatte Hr. Hoftath Fabricius in den altern Schriftten, z. B- in dem 8ysiema Entomolog., noch mit den 8ynisiatis vereinigt, in derEntornologia aber hat er aus ihnen eine eigene Ordnung, unter der Benennung: Pie-zata, errichtet. Die Kennzeichen derselben sind: Vier Freßspitzen, eine hornige, zu.sammengedrückte, zuweilen verlängerte Kinnlade.
Acht und zwanzigste Gattung.
Die Gallwespen. Cynipes, Ein. Sie heißen auch Gallinsecten, Gallapfel.
würmer, Gallenfliegen.
Die Gattungskennzeichem nach Linne' sind: Die Kinnlade ist zan.genförmig; der Stachel ist wie ein Bohrer gewunden, durch den sie ihre Eyer in Blät-ter bringen, und welche durch ihren Stich einen Auswuchs von verschiedenen Gestaltenbekommen. Dieser dient den jungen Larven zur Wohnung, bis sie sich verwandeln.Brahm iin Jusectencalender I. Vorrede XXXVI. schreibt: Einige andere legen ihreEyer in Raupen und in Blattläuse; und i» dieser Rücksicht wären sie für uns nützliche Jn-secten, nämlich nur diejenigen, welchen diese Lebensweise eigen ist, weil pe uns die Rau-pen vermindern helfen. Eine nähere Kenntniß der unter ihnen besindlichen nützlichen wäresehr zu wünschen.
Die Gallwespen sind rechte Microscopthierchen, und ihre Fühlhörner gebrochen,fadenförmig, mit 7 bis i z Gliedern. Die zangenförmigen Kiefer sind ohne Rüffel. Siegleichen mehr einer Fliege, als einer Wespe.
Dreeyrunden, weißen Larven, die ohne Füße sind, und einen schwarzen Kopfhaben, leben, wie gesagt, mehrencheils zwischen den Gallen, sogenannten Rosen, oderAuswüchsen der Pflanzen, z. B. Cynips rosae im sogenannten Schlafkunz (Schlaftapfel).
Die
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