Band 
Dritter Theil.
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828
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Die Gallwespen.

Die Gattungskennzeichen nach Fabricius sind: Die Gallwespe,'»Z7,Cynips: Die 4 Freßspihen sind ungleich, ein wenig kolbenförmig; die Lippe ist hornigund ungetheilt, die Fühlhörner perlenschnurförmig. Die sogenannten äußern Kenn.zeichen nach Fabricius sind: Der Körper ist klein, schmal, glatt, ungerandet undlebhaftmunter; der Kopf klein, etwas breit und ausgereckt; die Augen sind klein, eyrundund stehen an den Rändern; die Fühlhörner sind kurz, nahe beysammen stehend, in dieMitte der Stirn eingeleimt; der Wirbel hat 3 Nebenaugen; der Halsschild ist erhaben,höckerig, und hinten, wo das Schildchen stehen sollte, zugespitzt; der Hinterleib ist nurein wenig gestielt, eyrund, zusammengedrückt; der rollförmige Stachel ist unter den Hin.terlerb niedergebogen; die vier Flügel sind durchsichtig und ungleich; die Füße sind kurz,stark, mit fünfgliederigen Fußblättern. Daö Insect hat bunte Farben.

A. Die mehr schädlichen.

I. Die Eichrinden-GaUwespe. Cynips Quercus Corlicis.

- Namen und Schriften.

Cynips Qurrcus corticis Däzel Forstwiss. I. S. ;rr.

— — — Walkhers Forstphysivgraphie S. zy;.

Kennzeichen der Art. Der Hinterleib ist glänzend, und nebst den Füßenbräunlichroth: die Flügel sind sehr lang.

Beschreibung des vollkommenen JnsectS. Die Brust fallt ins Graue;der Hinterleib ist glänzend und nebst den Füßen bräunlichroth; die Vorderstüg.l sind länger,als die Hintern, und dabey doppelt länger als der Hinterleib.

Aufenthalt und Fortpflanzung. An den Rinden der jungen Eichen,stämme, zunächst an der Erde. Das Weibchen legt nämlich dorthin in demjenigen Kno.ken, der die Wurzel mit dem Stamm vereinigt, und auch etwas drüber, die Eyer ab,wodurch in der Folge knöcherne Auswüchse entstehen, die mit dem halbkugelförmigen Theilin das Hol; eingelassen sind, mit dem andern kegelförmigen hervorragen, und mit einemrindigen Ueberzug bedeckt sind.

Schaden. Sind die Skammchen häufig mit solchen Auswüchsen behaftet, si>vertrocknen sie nach und nach, und gehen ein. Daher ist diese Art Insecten wohl unter ihrenGatlungsgenossen die schädlichste, zumal sie in dem Hien heimer Revier im Bayrischen ,seit sie daselbst entdeckt worden sind, junge Eichstamme schon zu Tausenden zu Grun-de gerichtet hat. Man findet sie nicht in den Linne^ischen und FabriciusischenSchriften.

Anmerkung. Die Ausmessung aller nachfolgenden geflügelte» Insekten ist nicht wie bey denSchmetterlingen nach der Flügelbreitk, sondern wie bey den Käfern nach der Länge vomKopf bis zum Aster.

B. Die