Band 
Dritter Theil.
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Die Bkattwefpen. Dritte Familie.

Weibchen. Größer als das Männchen. Die schwarzen Fühlhörner sind faden«förmig, der Köi-per ist grau (in Hennerts Abbildung braungelb), der Hinterleib abge-rundet und die Füße wie am Männchen.

Larve. Gesellig lebend, graublau mit rothgelben Extremitäten am Vorder- undHi'nterende, dann überall schwarzpunctirt, und mit 22 Füßen versehen.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Das Ausmaß ist 5^ bis 6 Linien, doch ist das Männchen kleiner, uNd hat gefiederte undstärkere Fühlhörner als das Weibchen, einen dunkelschwarzen und glänzenden Körper, graueFlügel und braungelbe Füße.

Das Weibchen, dessen Körper ganz glatt und braungelb und am Hinterleib ab«gerundet ist, hat gelbe (nicht graue, wie das Männchen) Vorderfiügel, mit einem fchwar«zen Punct am Vorderrand; die Fühlhörner sind sägezähnig und schwarz, die Füßeaber braungelb.

Die einen Zoll lange Larve lebt gesellschaftlich, ist glatt, graublau, hinten unddornen mit braungelben Extremitäten und einem gelben Bauch. Die Grundfarbe, die ei-gen;klich graublau ist, soll zuweilen inö Grüne fallen. Der Körper hat viele schwärzliche,lich'tgrüne und weißliche Längöstriche. Der Kopf ist rund, klein und glänzendschwarz , dieVo rdersüße gleichfarbig schwarz, die Hintern gelb. Die Zahl aller Füße ist 22. Herr Zi n kezählt nur 20 Füße, und am Kopf zwey Puncte. Lehrere Beschaffenheit haben eigentlichdie Larven von der Rothtannen. Blattwespe, der Föhren-Blattwespe u. s. w.

Aufenthalt. Blakkwespe und Larve bewohnen das Föhrenhylz, besondersnähren sich die Larven von den Nadeln der jungen Triebe, und man findet oft junge Bäume,die eine Gesellschaft ganz kahl gefressen hat. Doch hat sie sich noch nicht als allgemein schäd-lich gezeigt. — Sie ist übrigens von Tenthredo pini in HennertS Werk völlig ver-schieden, welches die Rothtannen - Blattwespe weiter unren ist.

An merkung. Die Wachholder-Dlattwespe, Tenthredo juniperi L., ist mehr nützlich alsschädlich, wenn man annimmt, daß ihre eigentliche Nahrungspflanze der Wachholder st rauchist, und sie bloß durch eine Ausnahme und durch Zufall zuweilen auf den jungen Kiefern gefun-den worden, wo sie Hr. Zinke die Maylriebe hak zerstören sehen. Sollten ihr aber in der Re-gel die Kiefern zur Nahrung mit angewiesen seyn: so möchte sie unter dem Namen: Kiefern«Blattwespc, unter die schädlichen zu ordnen seyn. — Sie kömmt unter dem Namen Tenthr.juniperi und als Wachholderfresscr l» den Linne'ischen, Fabriciusischen und Gledit-schens (II. 27S.) Schriften, desgleichen im besorgten Forstmann (S. 200. Kiefernfresser). undin Sulzers Kennzeichen ral,. ,g. fig. n 0 . (Fabricius allea-rt Sulzers Geschichte tsh. 26. fig. 5.6.) i'or. Das im Frühjahr vorhandene Zweck ist 4 Linien lang. Die Fühlhörner des Männ-chens sind kamwförmig oder gefiedert und etwas stumpf, an dem etwas größcrn Weibchen abersägezäbnig. Beyde Geschlechter haben einen schwarzen, glatten Vorderleib, gleichfarbigen Hin-terleib und gelbbraune Schenkel und Schienbeinen und die Flügel spielen ine Bräunliche, Röih,liche und Bläuliche. — Die braunkörfige, zwanzigfüßige, mit schwarzen Puncten besprengte,grüne Larve, die sich gern zusammenkrümmt, macht sich zuleht nahe an der Erde, oder an einem

Baum,