Band 
Dritter Theil.
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Sechste Ordnung, die Zweyflügler.

schwarz, die Schenkel derselben aber gelb. Die Flügel sind gelblich, düsterdurchsicktig. —Fabricius gibt ihr die Gestalt und Größe der nächstvorhergehenden, Sirex mariscus;fte ist aber kleiner.

A u fe n t h a l t. In faulem Holz, in Deutschen Gegenden.

Sechste Ordnung.

Zweyflügler. Zweyflügelige Znsecten. Diptera , Lin. Fliegen (nach Schrank).

Kennzeichen der Ordnung nach Linne*.

Sie haben statt vier Flügel nur zwey. Hingegen haben sie unter jedem Flügelein, gewöhnlich mit einer kleinen Schuppe bedecktes Schwungkölbchen, Fiügelkölb«chen, Unruh, Balancierstäbchen (Iiaster), das keul-, Hammer-, löffel- oder kolben«artig ist, und ihnen nicht nur zum Gleichgewicht und Schwenken, sondern auch zum Lautund Gesumse dienen soll, das sie hervorbringen; wiewohl nach neuern Beobachtungen desF. I. Schelverö (W iedemannS Archiv für Zoologie II. ) beydes geleugnet, undnur dies bestätigt wird, daß die Kölbchen zum Flug unentbehrlich sind, das Gesumse aberdurch die Schüppchen unter den Flügeln erregt werde.

Die meisten von diesen Jnsecten sind unschädlich, ob sie gleich Menschen und Viehbeschwerlich sind. Sie legen ihre Eyer in die Haut, Eingeweide, Nase, ja in die Kehlelebendiger Thiere, auch in rohes und in gekochtes Fleisch, Käse und andere Speisen, ei«nige auch in den Mist. Einige, als die Fleischfliegen, gebären lebendige tarven.

Die meisten Larven sind und haben die Gestalt der Maden mit weichem Kopfund ohne Füße, und häuten sich nicht. Die gewöhnlichen Luftlöcher fehlen ihnen nicht.Und sie begeben sich zur Verpuppung in die Erde. Aus der anfänglich weichen, und allmäh«lig hart gewordenen Puppe enthüllt sich alsdann das zweyflügelige Jnfect.

Der Gestalt nach gleichen sie den nächstvorhergehenden meistens, und haben einenKopf, Vorder, und Hinterleib. Die 2 Augen sind netzförmig, so daß ein solches zusam-mengesetztes Auge durch das Microfcop wie ein Polyeder oder Multiplicierglas aussieht,und man besonders bey den Fliegen (musca«) an einem jeden achttausend Facetten oderAugenflächen gezählt haben will, wiewohl Andere nur die Hälfte angeben. Einige Zwey.fiügler haben auch äußerem noch ein Paar glatte Perlenpuncte (stemmata) am Wirbel,die man für Nebenaugen hält und auch so nennt. Ihr Säugrüssel oder fleischiger Schlürf,rüstet ist nach ihren Bedürfnissen gebaut und eingerichtet, mehrentheils dehnbar, und beyvielen mit einer Bohrfpitze versehen. An den Füßen haben sie gewisse Ballen oder Kissen,womit sie sich anhalten, und an dem glatten Glase fortlaufen können. Bey der Begattungdrückt das Weibchen ihr warzenförmiges Zeugungöglied dem Männchen in den Leib, wodessen Zeugungsglied verborgen liegt.

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